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Schienennetz : Ist die Bahn gar nicht so ökologisch?

Ein ICE der Deutschen Bahn fährt über eine Bahntrasse bei Immensen in der Region Hannover. Bild: dpa

Umweltfreundlicher, schneller und leiser: Die Bahn hat sich viel vorgenommen. Mehr Verkehr auf die Schiene, fordern auch Umweltschützer. Doch das könnte richtig teuer werden.

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          Es ist fast schon ein Reflex. Immer wenn von mehr Klimaschutz geredet wird, ist sofort die Bahn im Spiel. Mehr Verkehr auf die Schiene, lautet die Forderung seit Jahren. Auch in der abgelaufenen Woche war das wieder so: Eine Regierungskommission, die Vorschläge zur Zukunft der Mobilität entwickeln soll, empfiehlt eine Stärkung des Schienenverkehrs, um die Klimaschutzziele einhalten zu können.

          Dyrk Scherff
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Doch die Bahn ist keineswegs so umweltfreundlich, wie viele denken. Zwar stoßen Züge deutlich weniger Treibhaus- und andere Abgase und weniger Feinstaub aus als Lastwagen, Autos oder das Flugzeug. Das hat das Umweltbundesamt errechnet. Gegenüber dem Reisebus hat demnach die Bahn allerdings bei Treibhausemissionen bei einer durchschnittlichen Auslastung keinen Vorsprung, bei einem nur wenig besetzten Zug auch nicht bei anderen Emissionen. Und was oft übersehen wird: Nur 60 Prozent des deutschen Schienennetzes haben eine elektrische Oberleitung.

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