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Kasino-Konzern Crown Resorts : Milliardär James Packer wirft hin

Kurzes Vergnügen: Casinobesitzer und Milliardär James Packer mit seiner ehemaligen Verlobten Mariah Carey 2016 in New York Bild: Picture-Alliance

James Packer, milliardenschwerer Kasinobesitzer der Crown Ressorts, gibt überraschend die Führung seines Unternehmens auf. Einsamkeit, Klatsch und Misserfolge scheinen ihren Preis zu fordern.

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          Einer der schillerndsten Milliardäre gibt die Führung seines Unternehmens aufgrund von „Problemen mit seiner psychischen Gesundheit“ auf. Zuvor hatte er noch einmal Aktien im Wert von rund 100 Millionen Dollar verkauft: James Packer, Spross einer Mediendynastie Australiens und bis zum Mittwoch Vorsitzender Verwaltungsrates des Kasino-Konzerns Crown Resorts, hat seinen Spitzenjob gekündigt.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Unter anderem betreibt Crown Großkasions in Melbourne und Perth. Mit einem verbleibenden Anteil von 47 Prozent bleibt Packer Großaktionär. Sein Anteil ist mehr als 4 Milliarden Dollar wert. Die Aktie von Crown verlor am Mittwoch nach Packers Abgang 1,4 Prozent ihres Wertes.

          Packer ist ein zupackender Geschäftsmann, geistert aber auch seit Jahren durch die Klatschspalten der internationalen Presse. Im Scheinwerferlicht stand er nach seiner später aufgelösten Verlobung mit der amerikanischen Schlagersängerin Mariah Carey. Schon in einem Interview im Herbst vergangenen Jahres beklagte er sich über das Interesse an seinem Privatleben. Damals klangen seine Äußerungen depressiv: Er habe Gewicht zugelegt, Freunde verloren und sei am liebsten allein auf seiner Ranch in Argentinien, erklärte einer der Reichsten Australiens.

          CROWN RESORTS LTD

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          Packer hatte schon einmal seinen Managerjob aufgegeben: Im Herbst 2015 wollte er sich auf Entwicklungsprojekte in Las Vegas und Melbourne konzentrieren. Zugleich stürzte er sich in den letzte Phase der Planung seines Aushängeschildes: Ein das Stadtbild bestimmender Kasino- und Hotelkomplex in Sydneys neuem Geschäfts- und Ausgehviertel Barangaroo. In den vergangenen Monaten hatte Crown seine Beteiligungen deutlich zurückgefahren und unter anderem Anteile an Casinos in Macau bei Hongkong an den dortigen Geschäftspartner Lawrence Ho übergeben, den Sohn von Macaus Spiele-Mogul Stanley Ho.

          Nähe zu Hollywoodstars

          Der fast 50jährige James Douglas Packer blickt auf ein sehr buntes Leben zurück: Er war mehrfach verheiratet und hat drei Kinder. Über Jahre genoss er die Nähe zu Hollywoodstars wie Regisseur Martin Scorsese, Robert de Niro sowie Brad Pitt und Leonardo DiCaprio und finanzierte Filme im Wert von 10 Milliarden Dollar mit seiner privaten Investitionsfirma Ratpack und stieg bei De Niros weltbekannter Restaurantkette Nobu mit 140 Millionen Dollar ein.

          In Israel wurde Packer jüngst als Zeuge im Korruptionsfall um Premierminister Benjamin Netanyahu vernommen. Mehrere seiner führenden Mitarbeiter wurden in China verhaftet, weil sie dortigen Spielern Angebotspakete zum Zocken auf Kredit in Australien vermittelt haben sollen – die Crown-Aktie verlor daraufhin fast ein Drittel ihres Wertes. Packer soll sich, so wurde kolportiert, schwere Vorwürfe gemacht haben, das Mitarbeiter im Gefängnis saßen, um seinen Reichtum zu mehren.

          Mit seiner Schwester Gretel focht er einen Streit um die Zuteilung des Vermögens seines Vaters, des verstorbenen australischen Zeitungszars und Fernsehunternehmers Kerry Packer. „Wir sehen uns nicht oft“, sagte er nach der Beilegung des Streits durch die monatelangen Verhandlungen der Anwälte lakonisch.

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