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Tschechischer Investor : Der Mann, der Metro kaufen will

Der tschechische Milliardär Daniel Křetínský präsentiert sich als leiser Unternehmer. Er kann aber auch anders – jetzt greift er nach dem Handelskonzern.

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          Stiller Investor, bescheiden auftretender Unternehmer, öffentlichkeitsscheuer Milliardär – so wird Daniel Křetínský gerne beschrieben. Und es stimmt ja auch: Leise sprechend, zurückhaltend im Auftritt, trägt der tschechische Investor seine Pläne über sein neuestes Investment vor, auf dem Flughafen Schönefeld in einem kleinen Konferenzraum im Geschäftszentrum. Einige Wochen nach Bekanntwerden seines Einstiegs in den Handelskonzern Metro ist das, Ende 2018. Mit besten Manieren präsentiert sich Křetínský in einer seiner seltenen Gesprächsrunden, im Stile des Unternehmer-Gentleman.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Aber wie oft bei solchen Persönlichkeiten blitzt in kleinen Momenten eine andere Seite durch. In Křetínskýs Fall tut sich eine solche hervor, wenn Kritik an der Braunkohle zur Sprache kommt. Etwa die Frage nach einer möglichen Enteignung. Da wird die Stimme des Unternehmers plötzlich eine vernehmliche Spur schärfer. Überhaupt der Kohleausstieg: Dieses Land könne auf den Energieträger so schnell nicht verzichten, zischt er. „Ohne Braunkohle und Steinkohle käme Deutschland morgen noch zum Stillstand.“

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