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Bankenstrafen-Ticker : Deutsche Bank vor Milliardenstrafe wegen Zinsmanipulation

Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt Bild: dpa

Betrug, Geldwäsche, Zinsmanipulationen: Banken weltweit müssen für ihre Fehltritte büßen. Nun kommen mutmaßliche Zinsmanipulationen die Deutsche Bank teuer zu stehen.

          April 2015

          Die Deutsche Bank einigt sich mit Behörden in den Vereinigten Staaten und Großbritannien auf eine Bereinigung der Vorwürfe wegen Manipulation des Zinssatzes Libor. Die Bank entlässt sieben Mitarbeiter und zahlt insgesamt 2,5 Millionen Dollar.

          Februar 2015

          Im Streit um windige Hypothekengeschäfte steht Morgan Stanley vor einem Vergleich mit den amerikanischen Behörden. Die Bank soll 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) zahlen, wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC vom Mittwoch hervorgeht. Der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern. Aber es sei eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden, heißt es in dem Schreiben. Das Geldhaus habe für den Fall 2,8 Milliarden Dollar zurückgelegt.

          Januar 2015

          Der größtenteils verstaatlichten britischen Royal Bank of Scotland (RBS) drohen einem Bericht zufolge empfindlich höhere Strafzahlungen für mutmaßliche Vergehen aus der Zeit der Finanzkrise. Die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf von sogenannten Ramschpapieren in den Vereinigten Staaten könnten die Bank mehr als fünf Milliarden Pfund (6,4 Milliarden Euro) kosten, schrieb die „Times“ am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die RBS soll in großem Stil hypothekenbesicherte Papiere verkauft haben, obwohl sie von Problemen der zugrundeliegenden Hauskredite wusste. Bisher hat das staatlich gestützte Institut rund 1,9 Milliarden Pfund für einen Vergleich zurückgelegt.

          Dezember 2014

          Die Commerzbank wird offenbar mehr als eine Milliarde Dollar (800 Millionen Euro) Strafe in den Vereinigten Staaten zahlen. Die Bank habe die Zahlung unter anderem wegen Verstößen gegen das amerikanische Embargo gegen den Iran akzeptiert, verlautete am  Donnerstag aus informierten Kreisen. Eine Vereinbarung mit den verschiedenen US-Behörden werde ausgearbeitet und bis Januar öffentlich gemacht. Die Commerzbank äußerte sich auf Anfrage am Freitag nicht dazu. Den Angaben zufolge ist vorgesehen, dass die deutsche Großbank 600 Millionen Dollar (484 Millionen Euro) für Verstöße gegen die Sanktionen zahlt, die gegen den Iran, den Sudan und Myanmar verhängt worden waren. Der Rest der Strafzahlung beziehe sich auf andere Vorwürfe, wie den von der Staatsanwaltschaft in Manhattan erhobenen Vorwurf der Geldwäsche. Den Angaben zufolge wird noch über weitere Forderungen des New Yorker Finanzaufsehers Benjamin Lawsky verhandelt. Dieser fordert, dass Banken, die in illegale Geschäfte verwickelt waren, ihre Gewinne zurückzahlen und Strafzahlungen leisten. Im Gegenzug für die Zusage der Commerzbank, die Strafe zu zahlen und keine ähnlichen Taten zu begehen, verzichtet die Justiz auf eine Anklage. Die zweitgrößte deutsche Privatbank hatte bereits 2010 erklärt, dass ihre Dollar-Geschäfte mit dem Iran in den Vereinigten Staaten untersucht würden. Ende September berichtete als erstes das „Wall Street Journal“, dass die amerikanische Justiz wegen mutmaßlichen Verstoßes der Commerzbank gegen die strengen Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung in den Vereinigten Staaten gegen die Bank ermittele.

          November 2014

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