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Bankenstrafen-Ticker : Deutsche Bank vor Milliardenstrafe wegen Zinsmanipulation

Bei dem Verfahren geht es um Vorwürfe, die Bank habe Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren hinters Licht geführt. Die Bank of America habe den Grundzügen der Einigung nach einem Telefongespräch zwischen Unternehmenschef Brian Moynihanh und das amerikanischen Justizminister Eric Holder zugestimmt.

Juli 2014

Mit einer Rekordzahlung legt die UBS ein weiteres Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung bei. Die Einigung mit der Staatsanwaltschaft Bochum kostet die größte Schweizer Bank eigenen Angaben vom Dienstag zufolge rund 300 Millionen Euro. Das ist die höchste Strafe, die ein Schweizer Geldhaus jemals in Deutschland bezahlt hat. Die Buße belastet das Ergebnis der UBS im zweiten Quartal. Trotzdem steigerte die Bank den Gewinn um 15 Prozent auf 792 Millionen Franken und schnitt damit etwas ab als von Analysten erwartet. Im Vorjahresquartal hatten Altlasten noch stärker zu Buche geschlagen.

Juli 2014

Die Schweizer Großbank UBS soll vermögenden Kunden aus Frankreich aktiv bei der Hinterziehung von Steuern geholfen haben. Pariser Ermittler weiteten ein bereits länger laufendes Ermittlungsverfahren gegen das Institut aus. Sie streben nun nicht nur eine Anklage wegen illegaler Anwerbung von Kunden, sondern auch wegen Geldwäsche in Zusammenhang mit Steuerhinterziehung an. Um Geldflüsse zwischen Frankreich und der Schweiz zu verschleiern, wurde nach Erkenntnissen der Justiz unter anderem ein spezielles Buchführungssystem aufgebaut. Bis zur Klärung der Vorwürfe soll die UBS nun eine Kaution von insgesamt 1,1 Milliarden Euro hinterlegen. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Ermittler ein Anklageverfahren wegen illegaler Anwerbung von Kunden eingeleitet und 2,9 Millionen Euro Kaution von der UBS gefordert. Die Bank kündigte gegen die Milliarden-Kaution umgehend Einspruch an. Für eine solche Forderung gebe es keine rechtliche Basis, hieß es in einer Stellungnahme.

Juli 2014

Die Citigroup  steht einem Insider zufolge kurz vor einem milliardenschweren Vergleich mit den amerikanischen Behörden: Rund sieben Milliarden Dollar soll es die amerikanische Großbank kosten, ein Verfahren wegen Betrugs an Investoren im Vorfeld der Finanzkrise beizulegen. Citigroup wird vorgeworfen, Geldanlegern hochriskante Hypothekenpapiere verkauft und damit um Milliarden von Dollar gebracht zu haben. Dem Insider zufolge soll die Zahlung vorwiegend bar erfolgen, einige Milliarden seien aber auch als Hilfe für finanziell angeschlagene Investoren gedacht. Eine Einigung zwischen der Bank und dem amerikanischen Justizministerium könnte in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Citigroup wollte sich dazu nicht äußern. Eine Sprecherin des Justizministeriums antwortete nicht auf Anfragen.

Ein Vergleich über sieben Milliarden Dollar wäre mehr, als Analysten angesichts der Größe des Citi-Geschäfts mit Verbriefungen von Hypothekenkrediten erwartet haben. Einige Analysten an der Wall Street hatten geschätzt, dass die Bank rund drei Milliarden Dollar dafür zur Seite gelegt hat. Das Justizministerium wiederum hatte Insidern zufolge eine Klage mit einer Strafforderung von mindestens zehn Milliarden Dollar erwogen.

Juli 2014

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