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Luxus an den Füßen : Eine Schuhmarke für eine Milliarde Euro

  • Aktualisiert am

Jimmy-Choo-Filiale in St. Moritz Bild: Reuters

Ein Handtaschenhersteller hat es auf extravagante Stilettos abgesehen – und zahlt für die britische Edelschuhmarke Jimmy Choo äußerst viel Geld. Sie hatte schon einigen Promis zu viel Ruhm verholfen.

          Der Modekonzern Michael Kors übernimmt die Luxus-Schuhmarke Jimmy Choo für umgerechnet rund eine Milliarde Euro. Der vor allem für seine Handtaschen bekannte amerikanische Käufer legt für das britische Unternehmen dabei 230 Pence je Jimmy-Choo-Aktie in bar auf den Tisch, wie die Firmen am Dienstag mitteilten. Das bewertet Jimmy Choo mit 896 Millionen Pfund (1 Milliarde Euro). Jimmy Choo hatte sich im April selbst zur Übernahme angeboten. Verglichen mit der Zeit vor dieser Ankündigung entspricht der jetzige Preis einem Aufschlag von 36,5 Prozent.

          Mit dem Kauf von Jimmy Choo sichert sich Michael Kors den Zugriff auf eine Luxusschuhmarke, der Lady Diana und später die amerikanischen Serie „Sex and the City“ zu Ruhm verholfen haben.

          Modell aus der Sommer-Kollektion

          Jimmy Choo ging durch die Hände mehrerer Finanzinvestoren, bevor 2011 die deutsche Milliardärsfamilie Reimann zuschlug. Deren Holding JAB kaufte Jimmy Choo für gut 500 Millionen Pfund und brachte drei Jahre später einen Minderheitsanteil an die Börse. JAB ist zudem Großaktionär beim britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser. Zuletzt investierte die Holding verstärkt ins Kaffeegeschäft. Künftig will sich die Holding der deutschen Milliardärs-Familie aber in anderen Konsumbereichen verstärkt engagieren. Sie hat zuletzt die amerikanische Fastfoodkette Krispy Kreme Doughnuts übernommen und ist auch am Kosmetik-Konzern Coty beteiligt.

          Michael Kors schwächelte zuletzt mit rückläufigen Verkaufszahlen. Der amerikanische Konzern will deswegen bei Kleidern, Männermode und im Online-Bereich expandieren. Jimmy Choo solle wie bisher operativ weitermachen, betonten die Amerikaner. Das Management bleibe an Bord.

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