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F.A.Z.-Exklusiv : Metro will Plastik-Fußabdruck bis 2025 deutlich verringern

  • -Aktualisiert am

Der Eingang zu einem Metro-Markt in Dortmund Bild: dpa

Die Düsseldorfer Großhandelskette will unter anderem Einwegplastik durch Alternativen ersetzen. Mit 21 Millionen Kunden ist das Einsparungspotential groß.

          Der Düsseldorfer Metro-Konzern reiht sich in die Riege der Handelsunternehmen ein, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Plastikaufkommen und damit den Plastikmüll deutlich zu reduzieren. Gemeinsam mit seinen Landesgesellschaften hat das Großhandelsunternehmen jetzt eine Selbstverpflichtung zum Umgang mit Einwegplastik verabschiedet.

          Ziel ist, bis 2025 herkömmliche Einwegkunststoffe durch wiederverwertbare, recycelbare oder kompostierbare Materialien zu ersetzen und den gezielten Übergang zu einer geschlossenen Kunststoff-Kreislaufwirtschaft zu fördern.

          Der Metro-Vorstand verweist in diesem Zusammenhang auf seine mehr als 21 Millionen Kunden, von denen viele im Gastronomie- Hotel- und Cateringgewerbe tätig sind. Gerade in diesen Branchen seien Einwegprodukte – von der Serviette bis zur Mitnahme-Box – nicht aus dem Alltag wegzudenken. Entsprechend groß sei der Hebel und das Potential, hier zu entsprechenden Einsparungen zu kommen.

          Der Konzern will künftig beispielsweise auf alternative Angebote bei Einweggeschirr setzen. So könnten hochwertige Rohstoffe und Monomaterialien besser in einen Kreislauf überführt und mehrfach wiederverwendet werden. Auch nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Pflanzenfasern, Zuckerrohr oder Maisstärke könnten als Materialien für Einweggeschirr genutzt werden, heißt es.

          Eigenmarken machen 17 Prozent des Sortiments aus

          Allerdings dürfe die Nutzung solcher Rohstoffe nicht zulasten der Lebensmittelproduktion gehen, wird betont. Metro will seine Kunden künftig zudem verstärkt bei der Auswahl und der richtigen Entsorgung der Materialien beraten.

          Was die Verpackung der in den Metro-Märkten verkauften Lebensmittel angeht, hat der Konzern schon im Jahr 2014 eine inzwischen von zwölf Landesgesellschaften unterstützte Initiative zur Reduzierung der Verpackungen der Eigenmarken ergriffen. Eigenmarken machen immerhin 17 Prozent des gesamten Sortiments aus. Bisher wurden etwa 11.000 Eigenmarken und deren Verpackungen auf den Prüfstand gestellt, mit dem Ergebnis, dass seit 2014 rund 400 Tonnen Verpackungsmaterial eingespart wurde, wie das Unternehmen berichtet.

          Auch in der eigenen Zentrale setzt Metro den Hebel an, um Einwegplastik einzusparen. Seit Juni gibt es am Metro-Campus in Düsseldorf Mitnehmkaffee nur noch einem wiederwendbaren Becher. Bis 2019 soll in den unternehmenseigenen Kantinen ein Mehrwegsystem bisherige Einweglösungen ersetzen.

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