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Schleppender Real-Verkauf : Der letzte Chef der alten Metro

Metro Vorstandsvorsitzender Olaf Koch muss am Donnerstag über das abgelaufene Geschäftsjahr berichten – um Fragen zum schleppenden Real-Verkauf wird er dabei nicht herumkommen. Bild: dpa

Unter Olaf Koch ist der Handelskonzern aus dem Dax geflogen. Doch der Manager zieht den Konzernumbau durch. Allerdings hakt nun der Verkauf der Real-Supermärkte – und das ist nur eine von Kochs derzeitigen Baustellen.

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          Der Verkauf der Real-Supermärkte wird für den Handelskonzern Metro zur Hängepartie. Und damit für seinen Vorstandsvorsitzenden Olaf Koch immer unangenehmer. Der Manager, der aus dem Metro-Konglomerat erst Galeria Kaufhof herauslöste und später die Elektronikhändler Media-Markt und Saturn abspaltete, stolpert ausgerechnet beim letzten Schritt. Die finalen Meter in der Transformation der Metro zum reinen Großhändler sind für Koch besonders anstrengend. Und neben den langjährigen Aktionären aus dem Familienumfeld der Metro-Gründer sitzt ihm mit dem tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky nun noch ein neuer Großaktionär im Nacken – der bald im Aufsichtsrat noch einige Worte mitreden will.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Am Donnerstag muss Koch über das abgelaufene Geschäftsjahr der Metro berichten, dabei wird er um Fragen zum schleppenden Real-Verkauf nicht herumkommen. In Handelskreisen wird der Zeitverzug schon als peinlich bezeichnet, Koch gilt manchen gar als angezählt. Im September des vergangenen Jahres hatte Koch die SB-Warenhauskette Real mit seinen inzwischen noch 277 Märkten zum Verkauf gestellt. Wenn alles so läuft, wie es derzeit angestrebt ist, soll Ende Januar 2020 endlich ein Kaufvertrag unterschrieben sein. Ob das klappt, ist allerdings alles andere als ausgemacht.

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