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Messe-Chef Köckler : „Die Messe hat die Pandemie überlebt“

Wieder volle Hallen bei der IdeenExpo 2022 in der Messe Hannover. Bild: dpa

Lange Zeit war nicht klar, wie es nach der Pandemie mit dem größten Messegelände der Welt weitergeht. Harte Einschnitte haben das Schlimmste verhindert. Doch der Weg zurück zu alter Größe ist noch lang.

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          Heute hat Jochen Köckler wieder gut lachen. Wenn der Chef der Deutsche Messe AG aus seinem Büro über das mit knapp 500.000 Quadratmetern und 26 Ausstellungshallen größte Messegelände der Welt schaut, kann er mit Begeisterung über neue Projekte und Geschäfte berichten. Solche Perspektiven waren in Hannover jedoch lange Zeit keine Selbstverständlichkeit gewesen.Denn das Unternehmen hat drei besonders aufreibende und umwälzende Jahre hinter sich, in denen es buchstäblich um alles ging. „Das Format Messe hat die Pandemie überlebt – das war bis März gar nicht klar gewesen“, sagt Köckler heute. Erst als feststand, dass die Hannover-Messe als Leitmesse des Industrielandes Deutschland schlechthin im Jahr 2022 wieder physisch vor Ort stattfinden kann, atmeten die Macher auf.

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Mittlerweile hat das Unternehmen wie andere Messegesellschaften auch ein straffes Sanierungsprogramm und die schwierigste Phase im Existenzkampf hinter sich. Der Umsatz stürzte durch die Pandemie von rund 345 Millionen Euro 2019 auf 100 Millionen Euro 2020 ab. In diesem Jahr werden die Erlöse wohl wieder auf mehr als 200 Millionen Euro steigen. Noch arbeitet die Deutsche Messe auch nicht wieder profitabel. Das Vorjahr wurde mit einem Minus von 19 Millionen Euro abgeschlossen. Aber auch dank neuer Geschäftsideen formuliert Köckler selbstbewusste Umsatzziele: „2025 wollen wir wieder das Vorkrisenniveau erreichen.“

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