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Für 135 Millionen Euro : Mercedes verkauft das teuerste Auto der Welt

Das Uhlenhaut-Coupé im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart Bild: Michael Kretzer

Das teuerste Auto der Welt ist jetzt ein Mercedes. Von dem Auto aus dem Jahr 1955 gibt es nur zwei Exemplare. Für die illustre Versteigerung hat der Konzern eigens sein Museum geschlossen.

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          Ein Oldtimer von Mercedes ist nun das teuerste Auto der Welt. Der silberne Sportwagen aus dem Jahr 1955 mit der Typbezeichnung 300 SLR, vom legendären Mercedes -Ingenieur Rudolf Uhlenhaut (1906 – 1989) entworfen und Eingeweihten als „Uhlenhaut-Coupé“ bekannt, wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit vom Auktionshaus Sotheby’s für eine Rekordsumme von 135 Millionen Euro versteigert. Das teilte Mercedes der F.A.Z. am Donnerstag vorab mit. Die Bekanntgabe erfolgte im Rahmen einer Veranstaltung an der Côte d’Azur, für die der Stuttgarter Autohersteller unter anderem die ehemalige Villa des Modeschöpfers Karl Lagerfeld gemietet hat.

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Zuvor hielt ein Ferrari 250 GTO den Rekord, der 2018 für 48 Millionen Dollar versteigert wurde. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte erstmals vor drei Wochen über den Plan berichtet, eines der beiden Uhlenhaut-Coupés zu versteigern.

          Es sind die beiden einzigen Exemplare des Autos, das für die Rennsaison 1956 konstruiert, dann aber nie im Motorsport eingesetzt wurde. Das zweite Exemplar soll weiter im Museum ausgestellt werden.

          Käufer unbekannt

          Mercedes hat für die Auktion sein Museum in Stuttgart Anfang Mai eigens für einen Tag geschlossen, nach F.A.Z.-Informationen gehörten zum handverlesenen Kreis zugelassener Bieter Industrielle aus dem europäischen Ausland, ein Bieter war vor Ort, die anderen wurden digital zugeschaltet. Wer der Käufer ist, wollte Mercedes-Vorstandsmitglied Renata Jungo Brüngger im Gespräch mit der F.A.Z. nicht verraten.

          Der symbolträchtige Verkauf war intern offenbar durchaus umstritten. Jungo Brüngger räumte ein, dass es im Konzern verschiedene Meinungen über den Verkauf gegeben habe. Der Käufer hat laut Konzern zugestimmt, das Auto der Öffentlichkeit zu besonderen Anlässen zugänglich zu machen. Jungo Brüngger betonte, alle Interessenten hätten ein Herz für Mercedes gehabt. „Deshalb fällt das Abschiednehmen weniger schwer.“

          Das Geld soll in einen Fonds fließen, mit dem Mercedes 1000 Stipendien im Jahr an Studenten und Schüler vergeben will. Der Konzern wolle junge Leuten fördern, die Projekte im Bereich Nachhaltigkeit oder Umweltschutz umsetzen wollen würden und das Geld dafür nicht hätten, sagte Jungo Brüngger.

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