https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/mercedes-und-vw-in-china-gefangen-in-der-endlosschleife-18503360.html

Unternehmen in China : Gefangen in der Endlosschleife

Altbekannte und sehr ungewöhnliche Bilder aus China: Demonstranten in Chengdu. In der Stadt befindet sich auch ein Volkswagenwerk. Bild: via REUTERS

Nicht nur die Chinesen protestieren gegen die ewige Null-Covid-Politik, die deutschen Unternehmen klagen ebenfalls. Nach VW gesteht nun auch Mercedes gegenüber der F.A.Z. Probleme in Produktion und Verkauf ein.

          4 Min.

          Das Video war am Wochenende nicht nur am Ort seines Geschehens geteilt worden, dem Südwesten Chinas. Im ganzen Land entsetzten sich am vergangenen Samstag Menschen darüber, wie in der Stadt Chengdu ein im weißen Schutzanzug gekleideter Scherge der Regierung eine Eisenstange quer über die zentrale Eingangstür eines Wohnblocks schweißte, damit die Bewohner ihrem von den Behörden angeordneten Lockdown nicht nach draußen entfliehen konnten.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.
          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Einen Tag zuvor waren in der Region Xinjiang insgesamt zehn Menschen in einem Hochhausbrand gestorben, den die Feuerwehr offensichtlich wegen zur Durchsetzung des Lockdowns errichteter Barrieren nicht hatte rechtzeitig durchbrechen können. Da nahm es nicht wunder, dass am Sonntagabend um acht Uhr wie zuvor in Peking und Schanghai auch in Chengdu die Menschen zu Tausenden auf die Straßen strömten und skandierten: „Wir wollen keine Covid-Tests, wir wollen Freiheit!“ Und die Forderung anschließend präzisierten: „Pressefreiheit, Meinungsfreiheit!“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Eine Gruppe freigelassener Kriegsgefangener im November 2022 an einem unbekannten Ort auf einem Handout-Foto des russischen Verteidigungsministeriums

          Kriegsgefangene auf Youtube : Fragen an den Feind

          Der Blogger Wolodymyr Solkin verhört auf seinem Youtube-Kanal russische Kriegsgefangene. Die Videos erreichen ein Millionenpublikum und sollen in Russland einen Wandel bewirken.