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Mercedes bei „Me Convention“ : Eine Bühne für die Zukunftsfähigkeit

Will auf der „Me Convention“ zeigen, dass Mercedes Zukunft kann: Konzernchef Dieter Zetsche Bild: AP

Daimler will die „Me Convention“ in Stockholm als Bühne für seine Zukunftsfähigkeit im Bereich der Elektromobilität nutzen. Doch noch hinken die Stuttgarter der Konkurrenz hinterher.

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          In Stockholm laufen die letzten Vorbereitungen für die „Me Convention“, und der Daimler-Konzern nutzt diese Gelegenheit, am Vorabend des Zukunftskongresses sein neues Elektroauto EQC vorzustellen. Das bringt zusätzliches Interesse an der Veranstaltung, die am Mittwoch morgen von Mercedes-Benz-Entwicklungs-Chef Ola Källenius und dem Kommunikationsexperten Per Schlingmann offiziell eröffnet wird.

          Boris Schmidt

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Dass sich Daimler beziehungsweise Mercedes-Benz mit seinem Marken bei der „Me Convention“ engagiert, hat natürlich mit ihrem ureigenen Thema  zu tun, der Zukunft. Bei einem Pressegespräch sagte Zetsche, dass konventionelle Automessen über Jahre und Jahrzehnte hinweg eine gute Bühne gewesen seien, um Produkte zur präsentieren. Das müsse aber nicht auf ewig so bleiben. Deshalb habe man nach neuen oder anderen Formaten gesucht, sich seinen Kunden und denen, die es einmal werden sollen, zu zeigen. Und das völlig unabhängig vom Auto. Schnell sei das Augenmerk auf den Kongress „South by Southwest“ gefallen, der im amerikanischen Austin seine Heimat hat. Das habe zu einer Zusammenarbeit im vergangenen Jahr auf der Frankfurter IAA geführt, die man jetzt in Stockholm fortsetze. Zetsche sagte, dass man mit den Ergebnissen sehr zufrieden gewesen sei, und dass man schlicht diese neuen Formate brauche.

          Ohne Frage sei auch die Elektro-Mobilität ohne Alternative. Das sei mit ein Grund, warum Daimler seit 2010 die Ausgaben für Forschung und Entwicklung verdoppelt habe. Bis 2022 werde man zehn neue Elektroautos auf den Markt bringen, versprach Zetsche, der EQC mache den Anfang.

          Interessenten müssen sich aber noch bis Sommer 2019 gedulden. Man wolle nichts überstürzen und lassen die Produktion in Bremen langsam anlaufen, um keinerlei Kompromisse bei der Qualität zu machen.  Später werde das Auto auch in China gebaut. Zum Preis machte Zetsche keine Angaben, der EQC werde aber „wettbewerbsfähig“ sein. Und man verdiene schon mit dem ersten Auto Geld.

          Wenn das 4,76 Meter lange SUV 2019 auf den Markt kommt, wird er auf Konkurrenten wie den I-Pace von Jaguar oder den Audi E-tron treffen, die einen zeitlichen Vorsprung haben. Von Tesla nicht zu reden.      

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