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Meissen : Porzellan-Manufaktur entlässt 180 Mitarbeiter

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Weltberühmt: das Meissner-Zwiebelmuster Bild: dpa

Die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen ist gerade erst 300 Jahre alt geworden. Doch allein mit dem Zwiebelmuster lässt sich nicht mehr genug Geld verdienen. Jetzt streicht das Unternehmen fast jede vierte Stelle.

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          Das teilte das Unternehmen am Dienstag in Meissen mit. Als Grund für den drastischen Einschnitt wurde ein Personalüberhang von 250 Stellen angegeben. Damit nicht alle gehen müssen, verzichtet der verbleibende Rest der Belegschaft - 604 Frauen und Männer - auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Das Unternehmen mit dem Markenzeichen der Gekreuzten Schwerter sieht keine Alternative zu dem Schritt, wenngleich der Porzellan-Umsatz im ersten Halbjahr 2010 bezogen auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15 Prozent stieg.

          Die Mitarbeiter waren am Dienstagmorgen über die anstehenden betriebsbedingten Entlassungen informiert worden. Bereits im August sollen die ersten Kündigungen ausgesprochen werden. „Würden wir nichts tun, würde dem Unternehmen das Geld ausgehen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Christian Kurtzke. „Gäbe es eine Alternative, würden wir die wählen.“

          Die Entlassungswelle ist verbunden mit einer umfassenden Umstrukturierung des Unternehmens. Die einzelnen Geschäftsbereiche sollen stärker voneinander getrennt werden, eine Auftragsfertigung kommt neu hinzu. Er rechne damit, dass der Umsatz 2011 wieder gut 35 Millionen Euro und somit das Niveau von 2003 erreicht, sagte Kurtzke.

          Die Porzellanmanufaktur Meissen ist ein Staatsbetrieb. Alleiniger Gesellschafter ist der Freistaat Sachsen

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