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„Flixtrain“ : Fernbusse drängen auf die Schiene

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MeinFernbus Flixbus bietet in Zukunft auch Bahnfahrten an - in Deutschland dauert das aber noch ein wenig. Bild: dpa

Die Konkurrenz von der Straße rückt der Bahn wortwörtlich auf die Pelle: Ab kommendem Jahr will ein Busunternehmen auch Bahnfahrten anbieten.

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          Der deutsche Fernbus-Marktführer MeinFernbus Flixbux will auch Bahnfahrten vermarkten. „Wir haben uns die Domain „flixtrain“ und „meinfernzug“ gesichert. 2016 starten wir erst mal in Österreich und Tschechien“, sagte Geschäftsführer Torben Greve dem Wirtschaftsmagazin „Capital“. Nach Auskunft eines Sprechers vom Mittwoch gibt es dazu Vertriebspartnerschaften mit Privatbahnen in beiden Ländern. Damit könnten beispielsweise kombinierte Fahrten mit Bus und Zug verkauft werden. Für den Heimatmarkt gebe es noch keine entsprechende Pläne, ausgeschlossen seien „grüne Züge“ in Deutschland aber nicht.

          „Wir haben uns die Domain 'flixtrain' und 'meinfernzug' gesichert", so Greve weiter. Der Unternehmenschef machte seine Ankündigung in einem Streitgespräch zu dem das Magazin auch Bahn-Vorstand Berthold Huber eingeladen hatte. Dieser räumte ein, die Bahn habe die Wünsche der Kunden nach günstigen Verbindungen lange verschlafen. Jetzt investiere man aber massiv in den Umbau. „Eisenbahn ist ein sehr langes Geschäft“, sagte Huber. „Manchmal fehlt uns noch Geschwindigkeit, aber wir entwickeln gerade richtig Tempo.“

          Im Herbst war bekannt geworden, dass die Konkurrenz durch Fernbusse der Deutschen Bahn mehr zusetzt, als bislang angenommen. 129 Millionen Personen fuhren 2014 mit ICE und Intercity durch Deutschland. In Fernbusse stiegen laut Statistischem Bundesamt 16 Millionen Fahrgäste. Die genaue Zahl ist schwer zu ermitteln, Schätzungen zufolge könnten es auch 20 Millionen gewesen sein. Wenn fast jeder Dritte zuvor Bahn gefahren ist, kann ihr jeder zwanzigste mögliche Fernverkehrsreisende abhandengekommen sein. „Bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Umsatz von etwa 30 Euro wäre der Bahn ein Umsatzverlust von 180 Millionen Euro entstanden“, rechnet Reinhold vor. Einbußen durch Sparpreise nicht berücksichtigt.

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