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Pharmakonzern Boehringer : Medikament für schwer lungenkranke Corona-Patienten

Corona-Patient auf der Intensivstation Bild: EPA

Das deutsche Pharmaunternehmen beginnt mit dem Präparat nun eine weitere klinische Studie. Es könnte auf Intensivstationen eine Alternative zu Beatmungsgeräten bieten, so die Hoffnung.

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          Boehringer Ingelheim beginnt mit einem Wirkstoff, der zur Therapie von Corona-Patienten mit schweren Lungenproblemen eingesetzt werden könnte, eine klinische Studie der Phase 2. Das teilte das familiengeführte Pharmaunternehmen am Mittwoch mit.

          Ilka Kopplin

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Der Wirkstoff mit dem Namen BI 764198 solle das Risiko beziehungsweise den Schweregrad akuter Atemwegskomplikationen von Corona-Patienten im Krankenhaus senken, hieß es. Etwa 15 Prozent aller Corona-Patienten weisen demnach einen schweren Krankheitsverlauf auf, davon muss tendenziell ein Drittel auf der Intensivstation versorgt werden. Bei bis zu 85 Prozent der Corona-Patienten auf Intensivstationen kommt es wiederum zu einem akuten Atemnotsyndrom.

          Für genau diese Patienten könnte das Mittel helfen, den Bedarf für künstliche Beatmung zu reduzieren. Man hoffe, auf diesem Weg dem medizinischen Personal eine wirksame Alternative zu Beatmungsgeräten zu bieten, die die Behandlungslast in Krankenhäusern möglicherweise reduzieren könne, erläuterte das Unternehmen. Boehringer engagiert sich in mehreren Projekten im Kampf gegen das Virus. Auch forscht das Unternehmen an einem virusneutralisierenden Antikörper.

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