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Medienfusion in Amerika : CBS und Viacom schließen sich zusammen

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Der amerikanische Medienkonzern Viacom mit Sitz in New York soll nun wieder mit CBS fusionieren. Bild: AFP

Sender wie MTV, Nickelodeon und Comedy Central fiel es in den vergangen Jahren schwer, gegen die Konkurrenz im Internet zu bestehen. Dem Medienkonzern Viacom, dem diese Sender gehören, setzte das zu – eine Fusion soll es nun richten.

          Die amerikanischen Firmen CBS und Viacom schließen sich zu einem großen Medienunternehmen zusammen, das künftig die Produktion von Kinofilmen und Serien sowie Kabelfernsehen aus einer Hand anbieten wird. Die Fusion wird über einen Aktientausch durchgeführt, teilten die beiden Unternehmen mit. Das Resultat sei eines „der führenden Unternehmen der Unterhaltungsindustrie“ mit einem Umsatz von zusammengerechnet mehr als 28 Milliarden Dollar.

          Zu Viacom gehören unter anderem das Kinostudio Paramount Pictures und die Fernsehsender MTV, Nickelodeon, BET und Comedy Central. Zu CBS gehören zahlreiche Fernsehsender, der Verleger Simon & Schuster sowie der erfolgreiche Pay-TV-Sender Showtime. Das fusionierte Unternehmen werde „eine der wenigen Firmen mit der Breite und Tiefe an Inhalten und Reichweite sein, um die Zukunft der Industrie mitzugestalten“, erklärte Viacom-Cehf Bob Bakish, der auch das neue Unternehmen führen wird. Der bisherige Interimschef von CBS, Joe Ianniello, werde den CBS-Unternehmensteil weiter führen, hieß es.

          Die Familie des Medienmoguls Sumner Redstone ist an beiden Unternehmen beteiligt. Seine Tochter Shari Redstone werde die Chefin des Verwaltungsrates der neuen Firma sein, hieß es. Die Fusion ist gewissermaßen eine Rolle rückwärts: Die beiden Firmen waren bis zu einem Split im Jahr 2006 ein Unternehmen gewesen. Seither hatte sich CBS jedoch zunehmend erfolgreich am Markt positioniert, während das Internet Viacoms Geschäften zusetzte.

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