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Medienbericht : Deutsche Bank-Boss Jain verzichtet auf Millionen-Bonus

  • Aktualisiert am

Anshu Jain Bild: dpa

Zwei Millionen Euro mehr Bonus hätte Anshu Jain für das vergangene Jahr offenbar bekommen können. Er lehnte ab, um - so heißt es - mit dem anderen Co-Chef Fitschen gleichgestellt zu sein.

          Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain hat offenbar auf viel Geld verzichtet. Ihm hätten für 2012 vertraglich knapp zwei Millionen Euro mehr Bonus zugestanden, berichtete die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf das Umfeld des Aufsichtsrats. Dadurch sank seine Vergütung auf 4,8 Millionen Euro und war damit gleich hoch wie die des anderen Deutsche Bank-Chefs Jürgen Fitschen.

          Anfang des Jahres habe Jain dem Aufsichtsrat schriftlich mitgeteilt, dass er auf einen Teil seines Bonus verzichte. Auch wolle er seinem Co-Chef Fitschen bei der Bezahlung gleichgestellt sein. Jain habe diesen Schritt von sich aus getan, es habe keinen Druck seitens des Aufsichtsrats gegeben. Das Frankfurter Geldhaus wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

          Finanziell hat sich der Aufstieg für Jain bisher nicht gelohnt

          Jain hatte bis zum Wechsel an die Vorstandsspitze im Juni vergangenen Jahres die Investmentbanking-Sparte der Deutschen Bank verantwortet. In dieser Position war er in den vergangenen Jahren regelmäßig der bestbezahlte Manager neben oder manchmal sogar vor dem damaligen Bankchef Josef Ackermann.

          Der Aufstieg zum Konzernchef hat sich für Jain damit im ersten Jahr finanziell nicht gelohnt. Mit 4,8 Millionen Euro verdiente er 2012 nur gut halb soviel wie im Jahr zuvor. Für Fitschen sieht es dagegen besser aus: Er bekommt rund eine halbe Million Euro mehr als ein Jahr zuvor. Zusammen kassiert das neue Führungsduo damit etwas mehr als Ackermann 2011 alleine.

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