https://www.faz.net/-gqe-8o7c1

Flucht aus dem Steuerparadies : McDonald’s verlegt Zentrale von Luxemburg nach London

  • Aktualisiert am

Ab jetzt in London: Den Sitz in Luxemburg gibt die Burgerkette McDonald’s auf. Bild: AFP

Die amerikanische Burgerkette McDonald’s packt ihre Sachen und zieht nach London. In Luxemburg ist der Konzern ins Visier von Steuerfahndern geraten.

          McDonald’s will die Zentrale seines Geschäfts für die Märkte außerhalb der Vereinigten Staaten nach Großbritannien verlegen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bislang befindet sich die Zentrale in Luxemburg. Erst kürzlich hatte die EU-Kommission angekündigt, unter anderem McDonald’s wegen Steuerdeals in Luxemburg ins Visier zu nehmen.

          McDonald’s begründete den Umzug mit einer Umstrukturierung des Unternehmens. „McDonald’s hat Großbritannien als Standort für seine neue Holdingstruktur wegen der erheblichen Zahl der in London stationierten Mitarbeiter ausgewählt“, hieß es in einer Mitteilung. Die neue Holding werde ihre Unternehmenssteuern für Einnahmen aus dem globalen Franchise-Geschäft künftig in Großbritannien abführen.

          Die britische Premierministerin Theresa May begrüßte die Ankündigung. „Wir heißen anhaltende Investitionen von Unternehmen aus der ganzen Welt in Großbritannien willkommen, besonders wo es Wachstum sichert und Arbeitsplätze schafft“, sagte May am Donnerstag.

          Weitere Themen

          Die erste Frau mit Salz Video-Seite öffnen

          Unternehmerin im Senegal : Die erste Frau mit Salz

          Marie Diouf hat es von einer Arbeiterin zur Unternehmerin gebracht: Als erste Frau im Senegal beschäftigt sie 20 Arbeiter auf ihrem eigenen Salzfeld.

          60 Satelliten auf einmal ins All Video-Seite öffnen

          Internet 2.0 von SpaceX : 60 Satelliten auf einmal ins All

          Die erdnahen Trabanten stellen die erste Stufe eines geplanten Netzwerks des Internetdiensts Starlink dar, das Hochgeschwindigkeits-Internet für zahlende Kunden auf der ganzen Welt zur Verfügung stellen soll. Starlink ist ein Projekt des Unternehmers Elon Musk.

          Topmeldungen

          Amerikas Präsident Donald Trump und sein Justizminister William Barr

          Russland-Affäre : Sicherheitsrisiko Trump

          Justizminister William Barr kann ab jetzt Geheimdienstinformationen freigeben, um zu belegen, dass die Russland-Ermittlung eine „Hexenjagd“ gewesen sein soll. Aus politischen Motiven geht Donald Trump erhebliche Sicherheitsrisiken ein.
          Die irische Flagge vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel

          EU-Wahl : Pro-europäische Regierungspartei in Irland vorn

          Irlands Regierungschef warnt nach dem Rücktritt von Theresa May vor einer „sehr gefährlichen“ Phase. Bei der Europawahl hat er offenbar Rückenwind bekommen. EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber verspricht, Europa vor Nationalisten zu verteidigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.