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Konkurrenzdruck : McDonald’s macht auf Bio

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McDonald’s steht unter Druck - jetzt führt das Unternehmen erstmals eine Bio-Linie in Deutschland ein. Bild: dpa

Die Fast-Food-Kette McDonald’s steht unter Druck: Die Verkaufszahlen sinken, Konkurrenten setzen zunehmend auf Premium-Burger. McDonald’s versucht jetzt etwas ähnliches.

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          Die Fast-Food-Kette McDonald’s will unter wachsendem Konkurrenzdruck durch junge Burger-Ketten erstmals auch Bio-Burger in ihren Filialen in Deutschland verkaufen. „Wir haben das Ziel, eine Bio-Linie zu etablieren. Entscheidend ist aber am Ende natürlich die Akzeptanz beim Gast“, sagte Deutschland-Chef Holger Beeck in München. In den kommenden Wochen ist daher zunächst eine Art Probelauf geplant.

          Der Fast-Food-Riese reagiert auch auf den großen Erfolg neuer Burger-Ketten wie „Hans im Glück“, die sich rasant in den Städten ausbreiten. „Uns hilft die neue Burger-Bewegung. Andere Anbieter haben uns angespornt, neu zu denken und uns neu zu orientieren“, sagte Beeck weiter. Der Gast sei deutlich anspruchsvoller geworden. „Es gibt eine größer werdende Klientel, die Bio bevorzugt.“

          Testlauf mit Tischservice in Schweden geplant

          Allein für den mehrwöchigen Testlauf benötigt McDonald’s Hunderte Tonnen Bio-Hackfleisch für die mehr als 1400 Filialen - nach eigenen Angaben ausschließlich von Höfen aus Deutschland und Österreich. Sollte das Unternehmen dauerhaft Bio-Burger auf die Speisekarte setzen, dürfte das wegen des enormen Fleischbedarfs auch Auswirkungen auf die Lieferanten in Deutschland haben.

          McDonald's steht schon seit längerem unter Druck. Ab Freitag testet das Unternehmen erstmals einen Tischservice. In 31 schwedischen Filialen von weltweit insgesamt 36.000 Schnellrestaurants der Kette soll es eine Woche lang möglich sein, über das Internet einen Tisch zu reservieren und im Schnellrestaurant am Tisch bedient zu werden, wie McDonald's bereits am Dienstag angekündigt hatte. Dort müssen die Kunden dann nicht mehr an der Kasse anstehen oder ihr Tablett durchs Restaurant tragen. Tische können über eine Internet-Plattform reserviert werden. Dies jedoch nur, wenn ein bestimmtes Menü gewählt wird.

          Vor zwei Wochen hatte das Unternehmen zudem angekündigt, in den Vereinigten Staaten und in Kanada keine Eier mehr aus Käfighaltung kaufen zu wollen - allerdings erst in zehn Jahren.

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