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Unternehmensberater : Tauber wird neuer BCG-Deutschland-Chef

Matthias Tauber Bild: © argum / Falk Heller

Die Unternehmensberater der Boston Consulting Group bekommen einen neuen Chef. Ein Südtiroler hat das Rennen gemacht.

          Neuer Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) wird im kommenden Frühjahr Matthias Tauber. Der 40 Jahre alte Ingenieur folgt auf Carsten Kratz, der seinen Posten turnusgemäß nach sechs Jahren abgeben muss. Tauber arbeitet seit 2003 für BCG, zum Partner ist er 2012 ernannt worden. Seine Karriere als Berater startete er im Wiener BCG-Büro nach dem Studium an der Universität Wien und einem MBA-Abschluss der Hochschule Insead in Fontainebleau und Singapur. Später wechselte Tauber nach München, von wo aus er künftig auch das Deutschland-Geschäft der Strategieberatung leiten wird.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seine Ernennung zum Deutschland-Chef kommt für manche überraschend, weil Tauber bislang nicht Mitglied in der sechsköpfigen Geschäftsführung in Deutschland war. Dennoch war Tauber im Rennen um die Kratz-Nachfolge kein Außenseiter. Er leitet seit 2014 den Sektor Prozessindustrie der Praxisgruppe Industriegüter, dessen Umsatz sich unter seiner Leitung innerhalb von zwei Jahren fast verdoppelt hat. Der gebürtige Südtiroler kümmerte sich bislang vor allem um die Beratung von Unternehmen aus der Chemie-, Baustoff- und Metallindustrie. Taubers Ernennung ging keine Abstimmung voraus. Entschieden haben die Personalie letztlich BCG-Europa-Chef Christoph Schweizer und der globale BCG-Chef Rich Lesser nach mehrmonatigen Gesprächen mit den Partnern in Deutschland und Österreich.

          Der bisherige Amtsinhaber Carsten Kratz wechselt im April auf die Position eines BCG-Chairman für Deutschland und Österreich. Der Posten wird für ihn neu geschaffen. Kratz kann auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken: Unter seiner Ägide hat sich der Umsatz in Deutschland und Österreich fast verdoppelt – auf jetzt knapp eine Milliarde Euro. Auch der Abstand zum Erzrivalen McKinsey hat sich verringert. BCG ist hinter McKinsey die zweitgrößte Strategieberatung der Welt. Das Unternehmen, das den rund 1000 „Partner“ genannten Teilhabern rund um die Welt gehört, beschäftigt insgesamt rund 16000 Mitarbeiter, davon Schätzungen zufolge rund 2600 in Deutschland und Österreich.

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