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Schnäppchenjäger aus Fernost : Lieber Chinesen als amerikanische Hedgefonds

  • -Aktualisiert am

Roboter, die bewegen: Der Verkauf von Kuka nach China gilt Kritikern als industriepolitische Ursünde. Bild: Imaginechina

Kaum ist die chinesische Übernahme des Werkzeugmaschinenbauers Leifeld abgewendet, ist wieder vom Ausverkauf deutscher Unternehmen die Rede. Die Maschinenbauer sehen Übernahmen aus China jedoch unaufgeregt – anderes bringt sie mehr auf.

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          Spätestens als der Münchner Maschinenbauer Krauss Maffei vor etwa zwei Jahren vom chinesischen Staatsunternehmen Chem China übernommen wurde, war das Misstrauen in der Welt. Als wenig später der Augsburger Roboterhersteller Kuka in chinesische Hand kam und vom Konsumgüterkonzern Midea einverleibt wurde, machte das Wort Ausverkauf die Runde. Und als dieser Tage der Werkzeugmaschinenbauer Leifeld drauf und dran war, einen chinesischen Eigentümer zu bekommen, machte die Bundesregierung dem vermeintlichen Spuk eine Ende.

          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Sie legte ihr Veto ein, unterband den Verkauf an Yantai Taihai und sendete ein Signal, dass nun Schluss sei mit dem Exodus deutscher Industrietechnologie nach China. Die Chronologie und diese finale Verweigerung stehen für große Aufregung – zumal die auf amerikanischen Druck abgewendete Übernahme von Aixtron, einem Hersteller von Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie, durch einen chinesischen Investor auch noch hinzukam. Aber sehen sich deutsche Maschinenbauer tatsächlich als Opfer eines Ausverkaufs, als Selbstbedienungsladen chinesischer Einkäufer?

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