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Spanische Kaufhauskette : Amazon im Visier

Alles auf die digitale Karte: Das spanische Kaufhaus will sämtliche Artikel auch im eigenen Onlinestore anbieten. Bild: Reuters

Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der spanischen Kaufhauskette „El Corte Inglés“. Marta Álvarez hat ehrgeizige Ziele. Bald soll das gesamte Sortiment per App bestellbar sein.

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          Marta Álvarez hat keine Zeit zu verlieren. Kaum hat sie den Vorsitz des Aufsichtsrats von „El Corte Inglés“ übernommen, will die 55 Jahre alte Madriderin den Kaufhauskonzern in ein spanisches Amazon verwandeln. Noch in diesem Jahr soll das gesamte Sortiment über das Mobiltelefon mit einer App zu bestellen sein. Die größte Kaufhauskette Spaniens und Europas hat schon ein Bündnis mit der chinesischen Online-Plattform Alibaba geschlossen. Im nächsten Jahr wird das aus einem Schneiderladen („Der englische Schnitt“) im Zentrum von Madrid hervorgegangene Traditionsunternehmen 80 Jahre alt. Zum ersten Mal hat eine Frau die Führung übernommen.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Mit Marta Álvarez kehrt El Corte Inglés wieder in die Hände der Gründerdynastie zurück. Ihr Stiefvater Isidoro Álvarez hatte den Konzern bis zu seinem Tod im Jahr 2014 geführt. Im vergangenen Sommer trennte sich dann das Unternehmen von seinem glücklosen Nachfolger Dimas Gimeno Álvarez. Er ist der Sohn von María Antonia Álvarez, der Schwester von Isidoro Álvarez, der 1989 von seinem Onkel, dem Firmengründer Ramón Areces Rodríguez, die Führung übernommen hatte. Bis vor einer Woche war ein Jahr lang Jesús Nuño de la Rosa Vorstandsvorsitzender, der erste Chef, der nicht der Familie angehörte.

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