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Marode Infrastruktur : Schwertransporter in der Sackgasse

  • -Aktualisiert am

Ein Schwertransport steckt 2013 am Reichskirchener Dreieck fest, weil sich eine Baustelle als zu eng erwies. Bild: dpa

Der Beton der Straßen und Brücken bröckelt, die Genehmigungsverfahren sind zeitraubend: Immer mehr Unternehmen geraten bei ihrem Geschäft mit Schwertransporten in die Bredouille – und stellen ihren Standort in Frage.

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          Anja Gelbert hat ein großes Problem. Aber sie hat ja auch ein großes Fahrzeug. Sie muss einen Transport von mehr als 250 Tonnen Gesamtgewicht auf deutschen Straßen organisieren – und stößt an ihre Grenzen. Und die ihres Unternehmens Buss-SMS-Canzler aus Butzbach, 40 Kilometer nördlich von Frankfurt gelegen. Schwerlasttransporte sind über Branchen und Bundesländer hinweg eine Zitterpartie und ein Geduldsspiel geworden, sagen diejenigen, die regelmäßig Straßenbreiten, Brückenbelastbarkeit oder Verkehrsdichte auf die Probe stellen. Sie sagen auch, dass es immer schlimmer wird.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Anja Gelberts Unternehmen gehört zu diesem Kreis. Es ist ein Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Trocknung und Verdampfung. Es sind mitunter sehr große Maschinen, und eine davon sollte kürzlich von Butzbach nach Mainz transportiert werden, 70 Kilometer, eigentlich ein Klacks. Es wurde aber eine Odyssee – und ein Beispiel dafür, warum Unternehmen unter maroder Infrastruktur und zähen Genehmigungsverfahren ächzen, um nur die beiden zentralen Kritikpunkte zu nennen.

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