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Markus Müller im Porträt : Vom Spitzenmanager zum Tantra-Masseur

Markus Müller war Teil der deutschen Managerelite. Bild: Adrian Moser

Als Europachef des Smartphoneherstellers Blackberry gehörte Markus Müller zur deutschen Manager-Elite. Dann wurde er Tantra-Masseur und Sterbebegleiter. Wie kam es dazu?

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          Die meisten Menschen blenden die eigene Endlichkeit lieber aus. Sterben, das ist kein Thema, womit man sich zeitlebens beschäftigen möchte. Vor allem nicht für Leute, die noch jung und gesund sind oder auf der Karriereleiter weit oben angekommen. Menschen also wie Markus C. Müller, der in seinen „besten“ Jahren das Europageschäft von Blackberry verantwortete, jenem Smartphone, ohne das einst kaum ein Spitzenmanager auskommen wollte. Warum also entdeckt ausgerechnet ein Mensch wie Müller das Thema Tod für sich, verabschiedet sich aus der Chefetage und wird – Sterbebegleiter? Ist es Irrationalität, Zwang, Midlife-Crisis? Oder etwas ganz anderes?

          Wer mit Müller spricht, erlebt einen reflektierten Menschen, der sich sehr genau überlegt, was er mit seinem Leben anfangen will, fern jeglicher Todessehnsucht. Und einen, der auch Konsequenzen zieht, wenn er sie für nötig hält. Wie bei Blackberry. Müller hatte 2011 dem kanadischen Konzern seine eigene Softwarefirma ubitexx für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag verkauft, war dann als Geschäftsführer eingestiegen und hatte zuletzt das Europageschäft verantwortet, mit rund 1 Milliarde Umsatz und Tausenden Mitarbeitern. Müller sollte mithelfen, den ökonomisch taumelnden Konzern mit einem Strategieschwenk wieder auf die Füße zu stellen. „Es war eine spannende Zeit“, resümiert er, denn „an jeder Stelle hat es gebrannt“.

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