https://www.faz.net/-gqe-9c8fx

Aufstieg unter Milliardären : Mark Zuckerberg ist jetzt fast so reich wie Warren Buffett

  • Aktualisiert am

Mark Zuckerberg während der Anhörung vor dem amerikanischen Kongress am 11. April dieses Jahres. Bild: AP

Datenskandal hin, unzählige Entschuldigungen her: Zumindest finanziell hat sich das Jahr für den Facebook-Gründer bislang gelohnt. Er hat viele andere Superreiche überholt. Nur zum reichsten der Reichen hat sich der Abstand deutlich vergrößert.

          Mark Zuckerberg steht unter großem Druck. Facebook, das von ihm einst gegründete größte soziale Netzwerk der Welt, soll sich nach seinem Willen merklich verändern: So etwas wie der Datenskandal um das britische IT-Unternehmen Cambridge Analytica soll nicht mehr vorkommen, auf Facebook verbrachte Zeit soll sich für die Nutzer „mehr lohnen“, Falschnachrichten sollen sich nicht mehr wie bisher verbreiten. Unzählige Male bat Zuckerberg in diesem Jahr um Entschuldigung, gelobte Besserung, machte die Reparatur Facebooks zu seinem persönlichen Jahresziel, stellte sich Abgeordneten des amerikanischen Kongresses und des Europaparlaments.

          Ein Problem hat Zuckerberg infolge der zurückliegenden Monate allerdings nicht: einen finanziellen Schaden. Im Gegenteil: Der Aktienkurs von Facebook hat sich seit Jahresbeginn um beinahe 15 Prozent erhöht, der kalifornische Tech-Konzern ist an der Börse derzeit beinahe 590 Milliarden Dollar teuer und gehört damit zu den von den Anlegern am wertvollsten befundenen Unternehmen auf dem Planeten überhaupt.

          Für den Mitgründer und Vorstandsvorsitzenden Zuckerberg, der nach wie vor einen substantiellen Anteil an dem Unternehmen hält, hat sich das ebenfalls ausgezahlt. Er ist in diesem Jahr um mehr als 8 Milliarden Dollar reicher geworden, geht aus der Milliardärs-Rangliste hervor, die der Finanzdienst Bloomberg regelmäßig erstellt. Dieser Erhebung zufolge kommt der 34 Jahre alte Unternehmer damit nun auf ein Gesamtvermögen von 81,2 Milliarden Dollar – und auf den vierten Platz in diesem Ranking. Und liegt nur knapp hinter der derzeitigen Nummer drei, dem legendären Investor Warren Buffett, der seit vielen Jahren auf einem der vorderen Plätze in der Liste der reichsten Menschen der Welt liegt. Buffett kommt nun auf 82,6 Milliarden Dollar.



          Um noch weiter nach vorne zu rücken, muss Zuckerberg allerdings deutlich größere Abstände schließen. Der Microsoft-Gründer Bill Gates liegt mit einem errechneten Vermögen von 95 Milliarden Dollar auf dem zweiten Platz. Und an der Spitze hat sich der Gründer des Internetkonzerns Amazon, Jeff Bezos, nunmehr ziemlich deutlich abgesetzt: Er kommt durch seine große Beteiligung an Amazon auf ein Vermögen von mehr als 140 Milliarden Dollar – und ist alleine in diesem Jahr um mehr als 40 Milliarden Dollar reicher geworden. Daran, das ist offensichtlich, änderten beispielsweise auch die persönlichen Attacken in bisher nie gekanntem Ausmaß des amerikanischen Präsidenten Donald Trump nichts.

          Bezos wie Zuckerberg profitierten dabei auch davon, dass Tech-Werte an der Börse zu den wenigen Gewinnern zählen bislang in diesem Jahr, während etwa der Dow-Jones-Index im Juli ungefähr da steht, wo er schon zu Jahresbeginn stand.

          Weitere Themen

          Wie China zur Industrie-Supermacht werden will Video-Seite öffnen

          Asien in Zahlen – Teil 3 : Wie China zur Industrie-Supermacht werden will

          China will zu den stärksten Wirtschaftsmächten der Welt aufschließen. Die Regierung hat deshalb einen ambitionierten Plan aufgelegt, der das Land auch technologisch an die Spitze bringen soll. Im Rest der Welt ist „Made in China 2025“ umstritten.

          Neues Angebot für die Deutsche Bahn Video-Seite öffnen

          Im Tarifstreit : Neues Angebot für die Deutsche Bahn

          Nach dem bundesweiten Streik zu Wochenbeginn ringen die Deutsche Bahn und die Gewerkschaften weiter um eine Einigung im Tarifstreit für die 160.000 Beschäftigten. Nun soll ein neues, verbessertes Angebot vorgelegt werden.

          Topmeldungen

          EuGH-Urteil zu Fahrverboten : Hatz auf die Autofahrer

          Städte wie Paris dürfen möglicherweise selbst nagelneuen Autos die Einfahrt künftig verbieten. Umweltaktivisten jubeln, für die große Mehrheit der Bevölkerung aber wären so umfassende Fahrverbote eine Katastrophe. Ein Kommentar.

          FAZ Plus Artikel: Anschlag in Straßburg : Hass auf Frankreich

          Der mutmaßliche Attentäter von Straßburg steht für eine entwurzelte Einwanderergeneration, die in den Parallelgesellschaften der Vorstädte von klein auf mit Gewalt aufwuchs. Vom Schulversager zum Terroristen.

          2:1 gegen Lazio Rom : Frankfurt spielt die perfekte Runde

          Die Eintracht holt im sechsten Spiel in der Europa League ihren sechsten Sieg. Die Partei bei Lazio Rom wird jedoch durch Krawalle, Festnahmen und Pyrotechnik überschattet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.