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Internetbörse ManoMano : „Wir sind das Zalando für Heimwerker“

Amazon, Obi? Her damit! Philippe de Chanville (links) und Christian Raisson Bild: ManoMano

Werkzeug, Material und Co. online einkaufen: ManoMano zeigt, dass sich auch anspruchsvolle Ware übers Internet verkaufen lässt. Der französische Online-Marktplatz will jetzt Deutschland erobern.

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          Philippe de Chanville war im Pariser Vorort Saint-Germain-en-Laye auf Wohnungssuche, als er auf ein Traumobjekt stieß – oder jedenfalls ein Objekt mit Traumpotential. „Schatz, ich habe die perfekte Wohnung gefunden. Sie ist in keinem guten Zustand, aber in drei Monaten wird sie perfekt sein“, versprach der Franzose seiner Frau und kündigte an, all sein handwerkliches Können für die Renovierung aufzubringen. „Es dauerte drei Jahre“, erinnert sich de Chanville heute und beteuert, dass es nicht an seinen Handwerkskünsten lag. Mit Grauen denkt er an die unzähligen Fahrten zum Baumarkt zurück, die seine Wochenenden auffraßen. „Ich konnte blind durch die Gänge gehen. Aber wie oft stand ich vorher im Stau, konnte keinen Parkplatz finden und brauchte ewig, um ein Teil oder auch nur einen Verkäufer zu finden.“

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Diese Erfahrung ließ ihn nach eigenen Worten zum Glauben an den Online-Handel wechseln. Mit seinem Kollegen Christian Raisson, ebenfalls ein Hobby-Handwerker, arbeitete er bei einem Investmentfonds in Paris. 2013 fassten sie sich ein Herz und gründeten das Start-up Monechelle als Plattform für den Online-Verkauf von allerlei Handwerkerbedarf. Zwei Jahre später tauften sie sich um in ManoMano, um Europa ins Visier zu nehmen. Heute bezeichnet sich die Online-Plattform als europäische Nummer eins auf dem Heimwerkermarkt, sie ist in sechs Ländern unterwegs und will – bestärkt durch das Wachstum während der Pandemie – besonders in Deutschland expandieren.

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