https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/manager-bernhard-guenther-hinter-dem-anschlag-auf-mich-steckt-ein-konkurrent-18230132.html

Kriminalität : Säureanschlag: Energiemanager Günther erläutert seinen Verdacht

Bernhard Günther wurde Opfer eines Säureanschlags. Bild: dpa

Im Prozess um den Säureanschlag auf ihn hat der Manager Bernhard Günther als Zeuge ausgesagt. Er ist überzeugt, dass hinter der Tat ein Konkurrent steckt.

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          Bernhard Günther äußerte früh den Verdacht, dass der Anschlag auf ihn mit seiner exponierten beruflichen Stellung zu tun hat. Günther, damals Finanzvorstand von Innogy, war am Morgen des 4. März 2018 auf dem Rückweg vom Joggen vor seiner Villa in Haan bei Düsseldorf von zwei Männern überfallen worden. Einer brachte ihn zu Boden, der andere schüttete hoch konzentrierte Schwefelsäure über Günthers Kopf. Günther, der heute Fi­nanzvorstand des Energieversorgers Fortum ist, erlitt schwere Verätzungen im Ge­sicht, schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Am Montag hat der 55 Jahre alte Ma­nager in dem seit Ende Juni laufenden Prozess gegen einen der mutmaßlichen Angreifer – einen 42 Jahre alten Mann aus Belgien – ausgesagt und dabei seine Vermutung wiederholt und untermauert, dass der Auftraggeber des Anschlags aus seinem beruflichen Umfeld kommt. „Es ist kein Zufall, wenn jemand zweimal am Sonntagmorgen in Haan beim Joggen überfallen wird“, sagte Günther im Zeugenstand des Landgerichts Wuppertal. Beide Taten hätten sich in beruflichen Umbruchzeiten ereignet. Günther ist überzeugt: Wie 2012 gab es 2018 nur eine Person, die davon profitiert hätte, wenn er berufsunfähig geworden wäre.

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