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F.A.S. exklusiv : Männer haben zu viel Macht in deutschen Aufsichtsräten

  • -Aktualisiert am

Männer haben in deutschen Aufsichtsräten immer noch mehr mehrheitlich das Sagen. Bild: Picture-Alliance

Der Anteil der Frauen bei der Neubesetzung von Aufsichtsräten in den Dax-30-Konzernen ist auf dem niedrigsten Wert seit 2010. 82 Kontrolleure müssen indes vielleicht bald ihre Mandate abgeben.

          Die Macht in den deutschen Aufsichtsräten ballt sich in den Händen von zu wenigen Männern. Dies berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie der Personalberatung Russel Reynolds.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Demnach müssen etliche Kontrolleure die Zahl ihrer Verpflichtungen reduzieren, wollen sie dem gerade verabschiedeten neuen „Corporate Governance-Kodex“ entsprechen. Das würde die deutschen Aufsichtsräte ganz schön durcheinander wirbeln, schreibt die F.A.S. unter Berufung auf die Studie. So müssten insgesamt 82 Aufsichtsräte aus Dax-Konzernen Mandate abgeben, „das hätte enorme Sprengkraft“.

          In der Bezahlung ihrer Aufsichtsräte unterscheiden sich die Unternehmen stark, ganz oben steht hierbei ausgerechnet die gebeutelte Deutsche Bank. Hier bekommt ein Aufsichtsrat das Sechsfache von dem, was ein Aufsichtsrat von Merck verdient. Die durchschnittliche Vergütung für Dax-Aufsichtsräte liegt demnach bei 191.000 Euro, was ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

          Weiter hat die Untersuchung ergeben, dass der  Anteil der Frauen bei der Neubesetzung von Mandaten in den Dax-30-Konzernen auf 23 Prozent gesunken ist, das entspricht dem niedrigsten Wert seit dem Jahr 2010. An der Spitze der Unternehmen dominieren daher weiterhin Männer, allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz. „Sieben Konzerne im Dax haben immer noch einen rein männlichen Vorstand“, sagt Jens-Thomas Pietralla von Russel Reynolds, die Dynamik beim Wachstum des Frauenanteils sei zum Erliegen gekommen.

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