https://www.faz.net/-gqe-98pwf

Luxusreiseveranstalter : „Abenteuerurlaub klingt zu sehr nach Rucksacktourismus“

Nah an der Natur, aber bitte nicht zu nah – die Sabi Sabi Earth Lodge in Südafrika mit Wasserloch und viel Komfort Bild: Sabi Sabi Earth Lodge / Richard de Gouveia

Der Reiseveranstalter „Viaggi dell' Elefante“ lässt Kunden zum Teil in Zelten übernachten – bietet aber stets so viel Extras und Komfort, dass Normalreisende nur staunen können.

          4 Min.

          „Einfach irgendwo ein teures Hotelzimmer zu buchen ist nicht der Verkauf einer Luxusreise“, sagt Enrico Ducrot, Geschäftsführer und Inhaber des italienischen Reiseveranstalters Viaggi dell’Elefante, der von Rom aus die wohlhabendsten und anspruchsvollsten Italiener bei ihren Reisen betreut. Um die muss er sich aber auch intensiver kümmern als der Verkäufer einer Pauschalreise: Ein Kunde, der mal in Griechenland in einer Villa Ruhe und Schutz vor neugierigen Blicken suchte, hatte Langeweile und wollte einen anspruchsvollen Ausflug. Ducrot, mit universitärer Ausbildung als Archäologe, wusste vom Interesse für Skulpturen klassischen Stils, kannte drei antike Stätten in der Umgebung, organisierte Hubschrauberflug und Privatführung. Auch ein Luxushotel in Dubai ist allein nicht genug, dazu muss auch noch eine Einführung in die Falkenjagd geboten werden.

          Tobias Piller
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Um eine Familienreise nach Israel jenseits der Kulturführungen für die mitreisenden Teenager aufzupeppen, wählte Ducrot ein Designerhotel mit Blick auf Graffiti an der Mauer, die israelische Siedlungen von denen der Palästinenser trennt – „für Diskussionsstoff mit Bezug zur Aktualität“. Bei den Kunden, die im Durchschnitt 4500 Euro pro Person ausgeben, für Familienreisen auch 60.000 oder 70.000 Euro, sei es beliebt, Stationen mit verschiedenem Charakter zu vermischen, – etwa in Südafrika ein Erholungs- und Stadtaufenthalt in Kapstadt mit Abstechern zu luxuriösen Zeltcamps in der Nähe von Naturschutzgebieten. „Es geht nicht um Abenteuerurlaub, das klingt zu sehr nach Rucksacktourismus“, sagt er, „sondern um Erlebnisse zur persönlichen Bereicherung.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Post-Ost-Generation : Baby, für dich bin ich Russland!

          Unter jungen Russlanddeutschen brodelt es. Ihre Eltern und Großeltern wollten meistens schweigen. Die Kinder aber machen ihre Geschichte sichtbar – auch, wenn das Wunden aufreißt.
          Liebling, tank schon mal den Wagen: So klischeehaft wie auf dem Bild muss es nicht sein, Stromtanken geht auch mit Stöckelschuhen.

          Die richtige Ladestation : Das E-Auto bequem vor der Haustür laden

          Ein Auto, das mit Strom fährt, ist vor allem dann attraktiv, wenn man es auf dem eigenen Grundstück auftanken kann. Seitdem der Staat die Ladestationen dafür fördert, kommen Energieversorger und Hersteller kaum hinterher.