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Lufthansa & Co : Heiße Phase am Himmel

  • -Aktualisiert am

Europas Luftfahrt ordnet sich neu. Danach werden große, starke Fluggesellschaften stärker, schwache werden verschwunden sein.

          Europas Luftfahrt befindet sich auf ungesundem Kurs. Gesellschaften legen mehr Flüge auf, ihr Angebot wächst schneller als die Nachfrage der Passagiere. Die Phase der Billigflüge dauert an, die Kosten für das Durchschnittsticket fallen

          Und das ist nicht nur zum Verdruss von Fridays-for-future-Demonstranten, die die Folgen des günstigen Viel-Fliegens für das Klima beklagen. Auch dem Geschäftsklima der Luftfahrtbranche ist der Preiswettkampf abträglich. Lufthansa, zuletzt durch eine Serie von Rekordergebnissen verwöhnt, schreckt mit einem Quartalsverlust auf, dessen Höhe sogar Branchenkenner überrascht.

          Der Fehlbetrag ist der Preis, den der Konzern zahlen muss, um sich für die erwartete Konsolidierung der Branche mit zusätzlichen Marktanteilen zu stärken. Auch der Billigflieger Easyjet, der sich eine starke Stellung in Berlin erkauft hat, hat in diesem Monat schon vor mäßigen Geschäften gewarnt.

          Das zeigt: Europas Luftfahrt tritt in die heiße Phase vor ihrer Neuordnung, der steigende Kerosinpreis beschleunigt das. Danach werden große, starke Fluggesellschaften stärker sein, schwache werden verschwunden sein. So heilsam diese Auslese sein kann, für den Reisenden bringt sie auch Nachteile: Die Konsolidierung dürfte auf die harte Tour erfolgen, also nicht nur durch Übernahmen, sondern auch durch weitere Insolvenzen.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

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