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Vorerst keine Streiks : Lufthansa und Piloten sprechen wieder miteinander

  • Aktualisiert am

Bleiben hoffentlich nicht noch mal am Boden: Lufthansa-Flugzeuge am Frankfurter Airport. Bild: dpa

Fluggäste können aufatmen: Statt noch mehr Streik spricht die Lufthansa-Führung mit den Piloten wieder. Auch Bert Rürup mischt sich nun ein.

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          Streik geprüfte Fluggäste der Lufthansa können erst einmal aufatmen: In die festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen der Fluggesellschaft und ihren rund 5400 Piloten ist Bewegung gekommen. Das Unternehmen und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben konkrete Schritte vereinbart, ihre Verhandlungen wieder aufzunehmen, wie Sprecher beider Seiten in Frankfurt mitteilten.

          Es seien mehrere Treffen vereinbart worden. „Wir sind aber noch nicht in formellen Verhandlungen“, betonte der Vertreter der Piloten. Weitere Streiks seien zunächst kein Thema, fügte er hinzu. Details und einen zeitlichen Rahmen wollte auch die Lufthansa nicht nennen.

          In dem Tarifkonflikt, der in der vergangenen Woche zum schärfsten Streik in der Lufthansa-Geschichte mit rund 3800 Flugausfällen geführt hatte, geht es um höhere Gehälter und die Übergangsrenten der Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Die Piloten haben angeboten, die Kosten für die Übergangsversorgung zu deckeln.

          Im Schnitt gehen die Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Die Lufthansa will das Eintrittsalter wegen der hohen Kosten und der auf 65 Jahre hoch gesetzten Altersgrenze für Verkehrspiloten merklich erhöhen. Die VC verlangt zudem Verdienststeigerungen um zehn Prozent.

          In der Diskussion um die Macht kleiner Spartengewerkschaften hat der Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup eine Zwangsschlichtung bei Arbeitskämpfen im Bereich der Daseinsvorsorge vorgeschlagen. Sie müsste etwa im Verkehrs- und Gesundheitsbereich einem Streik vorangehen, sagte er dem Fachmagazin FVW. Rürup hatte 2012 den Tarifkonflikt zwischen Lufthansa und ihren Flugbegleitern als Schlichter beendet.

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