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Lufthansa : Mayrhuber will politische Hilfe gegen arabische Airlines

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Wolfgang Mayrhuber Bild: Röth, Frank

Lufthansa-Chefaufseher Mayrhuber fordert im Wettbewerb mit den expandierenden arabischen Airlines Unterstützung aus der Politik: „Dort werden Flughäfen, Flugsicherung und die Airlines aus einer Hand geführt und als strategisches Werkzeug benutzt, um anderswo Passagiere abzuziehen“.

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          Der Chef des Lufthansa -Aufsichtsrats erwartet von der Politik Hilfe im Konkurrenzkampf mit den Fluggesellschaften aus arabischen Ländern. „Wir müssen uns überlegen, wie wir gegen diesen ungleichen und unregulierten Wettbewerb angehen“, sagte Wolfgang Mayrhuber im Interview mit dem „Spiegel“. „Das können wir nicht allein, dafür brauchen wir auch politische Unterstützung in Form fairer Rahmenbedingungen.“

          Die drei kleinen Emirate vom Persischen Golf bestellten in einer Größenordnung Flugzeuge, die sogar für eine so große Industrienation wie Deutschland undenkbar sei. „Wo holen sie den Verkehr her? Klar, von uns - und dagegen werden wir uns wehren“, sagte der Lufthansa-Aufsichtsratsvorsitzende.

          Die drei Fluggesellschaften vom Golf - Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways - mischen seit einiger Zeit die Luftfahrtbranche auf. Mit gigantischen Flugzeugbestellungen und neuen Flugzielen im Wochentakt lehren sie angestammte Fluglinien wie Lufthansa oder Air France-KLM das Fürchten. Möglich ist das dank staatlicher Besitzer mit tiefen Taschen, geringen Arbeitskosten am Golf und Flughäfen, die jeden Tag 24 Stunden in Betrieb sind. Etihad ist zudem Großaktionär des angeschlagenen deutschen Lufthansa-Konkurrenten Air Berlin.

          Mayrhuber verteidigte sich in dem „Spiegel“-Interview gegen Kritik, die Suche nach einem neuen Chef für die Fluglinie habe sich zu lange hingezogen. „Wir haben uns die nötige Zeit genommen.“ Er finde nicht, dass die Suche lange gedauert habe, betonte der Chefkontrolleur. Am Freitag hatte die Lufthansa mitgeteilt, der jetzige Leiter des Passagiergeschäftes Carsten Spohr werde im Mai die Nachfolge von Christoph Franz an der Spitze der Airline übernehmen.

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