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Zukunft der Lufthansa : Die richtige Rettung

  • -Aktualisiert am

Wurde während der Pandemie vom Staat gestützt: die Lufthansa Bild: dpa

Das Einspringen des Staates hat einen Konzern und mehr als 100.000 Arbeitsplätze erhalten. Und wird für den Fiskus obendrein ein gutes Geschäft gewesen sein.

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          Der Staat hilft in der Not und zieht sich wieder zurück. So muss es sein. Was im Fall der Commerzbank schief ging, erweist sich bei der Lufthansa als Erfolgsrezept.

          Das enthielt viele Zumutungen: Der Konzern hätte den Staat lieber nicht als Aktionär, sondern günstigere Hilfen bekommen. Manager, die trotz Krise selbstbewusst auftraten, sorgten in Berlin für Kopfschütteln. Und eine fünfstellige Zahl an Mitarbeitern musste sehen, dass auch Staatsgaben nicht alle Arbeitsplätze sichern.

          Wer eine Wiederholung des Falls Commerzbank befürchtete, ist eines Besseren belehrt. Für Lufthansa gilt: Ein intaktes Geschäftsmodell funktioniert nach einem Schock wieder.

          Dass Lufthansa-Chef Carsten Spohr sein Ziel knapp verfehlt, noch vor der Bundestagswahl deutsche Hilfen abzulösen, wird am Ende ein Fakt für Korinthenzähler sein. Mit der großen Kapitalerhöhung steht ein Fahrplan zurück in die Eigenständigkeit, die wohl in zwei Jahren erreicht wird.

          Unverändert gilt: Der Staat ist nicht der bessere Unternehmer. Seine Nothilfe ist – nach einer Analyse der Chancen eines Geschäftsmodells – aber nicht per se zu verteufeln. Sein Einspringen hat einen Konzern und mehr als 100.000 Arbeitsplätze erhalten. Und auch für den Fiskus wird die Stützung sogar ein lohnendes Geschäft gewesen sein.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

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