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Lufthansa-Chef Spohr : „Wir haben unser Vertrauen in Boeing nicht verloren“

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Start einer Boeing 737-Max. Das Foto ist allerdings ein paar Tage alt, nahezu überall auf der Welt gilt für das Modell derzeit ein Flugverbot. Bild: AFP

Lufthansa-Chef Spohr plant, im nächsten Jahr mehr als hundert neue Flugzeuge zu kaufen. In der engen Auswahl steht auch das Modell Boeing-737-Max – trotz der jüngsten Abstürze.

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          Lufthansa erwägt den Kauf einer dreistelligen Anzahl von Flugzeugen des Typs Boeing 737-Max oder des Typs Airbus A320 neo. Mit dem Kauf von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen sollen ältere Maschinen ersetzt werden. Gegenwärtig fliegen für den Lufthansa-Konzern etwa 150 Airbus A319 und Bombardier CRJ, für die es mittelfristig Ersatz braucht. Die Kaufentscheidung soll im kommenden Jahr fallen.

          Auf die gegenwärtige Krise des Flugzeugherstellers Boeing angesprochen erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in New York: „Wir haben unser Vertrauen in Boeing nicht verloren. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten hervorragende Flugzeuge gebaut und werden die Dinge wieder in Ordnung bringen.“ Boeing war nach den Abstürzen zweier 737-Max-Maschinen und dem anschließenden Flugverbot für diesen Flugzeugtypen in zahlreichen Ländern zuletzt stark kritisiert worden.

          Allerdings lässt sich die Aussage von Spohr auch strategisch begründen: Die Chinesen sind noch nicht so weit, dass sie Großraumflugzeuge in Serie herstellen können, sodass im Wesentlichen nur Boeing und Airbus als Hersteller im Rennen bleiben. Falls Spohr aber Boeing von vorneherein aus dem Rennen nehmen würde, könnte Airbus sich darüber so freuen, dass der Konzern die Preise kräftig erhöht. Auch im Flugzeugbau gilt natürlich, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und die Preise drückt. Deshalb wäre es unklug von Spohr etwas anderes zu sagen, als dass er auch einen Kauf der Boeing 737-Max für möglich hält.

          Spohr erklärte außerdem, dass er sich gut vorstellen könne, dass Regulierungsbehörden in Zukunft die Zertifizierung von Flugzeugen, wie der kommenden Boeing 777X, genauer kontrollieren werden.

          Auch Tewolde Gebremariam von Ethiopian Airlines erklärte am Montag: „Lassen Sie mich eines klarstellen: Ethiopian Airlines glaubt an Boeing. Sie sind seit vielen Jahren ein Partner von uns.“ Der Flugzeugabsturz einer Boeing 737-Max am 10. März, die für Ehtiopian Airlines flog, kostete 157 Menschen das Leben.

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