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Nach Air-Berlin-Pleite : Lufthansa will kein Preistreiber sein

  • Aktualisiert am

Platzhirsch auch in Berlin-Tegel: Die Lufthansa. Bild: Reuters

Mit einer Untersuchung des Kartellamts habe die Lufthansa keine Probleme, heißt es aus dem Vorstand. Der Preis für die Tickets berechne sich auch nicht anders als etwa bei der Bahn.

          Die Lufthansa sieht angekündigten Untersuchungen des Bundeskartellamts gelassen entgegen: „Wir haben keine Geheimnisse“, sagte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister der „Welt am Sonntag“. Beschwerden über einen Anstieg von bis zu 30 Prozent bei den Preisen wies Hohmeister zurück. „Für etwa 95 Prozent der Passagiere hat sich beim Preis nichts geändert.“

          „Was kolportiert wird über angebliche Preissteigerungen, ist nachweisbar nicht zutreffend“, sagte Hohmeister, der im Vorstand der größten deutschen Fluggesellschaft für Drehkreuze und Airlines verantwortlich ist. Es handle sich um Einzelfälle, die es schon früher montagmorgens und freitagnachmittags gegeben habe. Zu diesen Zeiten am Rande des Wochenendes sei die Nachfrage nach Flügen in der Regel hoch.

          Der Lufthansa-Manager zog einen Vergleich zur Deutschen Bahn, deren Preissystem auch keine festen Tarife habe, sondern auf eine steigende Nachfrage flexibel reagiere. Die Lufthansa könne nachweisen, dass sich in ihrem Preissystem nichts geändert habe.

          Lufthansa dominiert den Markt

          Das Bundeskartellamt will prüfen, ob die Lufthansa ihre größere Marktdominanz seit der Pleite von Air Berlin womöglich missbraucht. Durch den Ausfall des Konkurrenten ist das Angebot im Luftverkehr um zehntausende Plätze zurückgegangen.

          Zunächst soll die Lufthansa Informationen über ihre Preisgestaltung liefern. Nach der Auswertung wird entschieden, ob tatsächlich ein Missbrauchsverfahren eingeleitet wird.

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