https://www.faz.net/-gqe-945ye

Nach Air-Berlin-Pleite : Lufthansa will kein Preistreiber sein

  • Aktualisiert am

Platzhirsch auch in Berlin-Tegel: Die Lufthansa. Bild: Reuters

Mit einer Untersuchung des Kartellamts habe die Lufthansa keine Probleme, heißt es aus dem Vorstand. Der Preis für die Tickets berechne sich auch nicht anders als etwa bei der Bahn.

          1 Min.

          Die Lufthansa sieht angekündigten Untersuchungen des Bundeskartellamts gelassen entgegen: „Wir haben keine Geheimnisse“, sagte Vorstandsmitglied Harry Hohmeister der „Welt am Sonntag“. Beschwerden über einen Anstieg von bis zu 30 Prozent bei den Preisen wies Hohmeister zurück. „Für etwa 95 Prozent der Passagiere hat sich beim Preis nichts geändert.“

          „Was kolportiert wird über angebliche Preissteigerungen, ist nachweisbar nicht zutreffend“, sagte Hohmeister, der im Vorstand der größten deutschen Fluggesellschaft für Drehkreuze und Airlines verantwortlich ist. Es handle sich um Einzelfälle, die es schon früher montagmorgens und freitagnachmittags gegeben habe. Zu diesen Zeiten am Rande des Wochenendes sei die Nachfrage nach Flügen in der Regel hoch.

          Der Lufthansa-Manager zog einen Vergleich zur Deutschen Bahn, deren Preissystem auch keine festen Tarife habe, sondern auf eine steigende Nachfrage flexibel reagiere. Die Lufthansa könne nachweisen, dass sich in ihrem Preissystem nichts geändert habe.

          Lufthansa dominiert den Markt

          Das Bundeskartellamt will prüfen, ob die Lufthansa ihre größere Marktdominanz seit der Pleite von Air Berlin womöglich missbraucht. Durch den Ausfall des Konkurrenten ist das Angebot im Luftverkehr um zehntausende Plätze zurückgegangen.

          Zunächst soll die Lufthansa Informationen über ihre Preisgestaltung liefern. Nach der Auswertung wird entschieden, ob tatsächlich ein Missbrauchsverfahren eingeleitet wird.

          Weitere Themen

          Die Skepsis am China-Abkommen wächst

          FAZ Plus Artikel: Wall Street : Die Skepsis am China-Abkommen wächst

          Im Handelskonflikt zwischen Amerika und China haben Börsianer wenig Hoffnung auf wirkliche Fortschritte. Der positive Auftakt der Bilanzsaison sorgt zwar für etwas Erleichterung – doch sind noch viele Fragen offen.

          Topmeldungen

          Proteste in Hongkong : China setzt auf Konfrontation

          Der Hass auf Peking hat eine radikale Eigendynamik entwickelt. In Hongkongs Jugend wächst die Sehnsucht nach einer eigenen Nation. Für alle Seiten droht ein bitteres Ende.
          Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.

          Interview zu Shitstorms : #HASS im Netz

          Nutzer überschwemmen seit Jahren Konzerne, Politiker und Privatpersonen mit empörten Kommentaren. Ein Wissenschaftler erklärt, ob man Shitstorms mit mittleralterlichen Prangern vergleichen kann und ob Klarnamen helfen würden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.