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A380 mit 505 Passagieren : Lufthansa braucht 4,5 Stunden von Frankfurt nach Frankfurt

  • Aktualisiert am

Einmal nach Frankfurt und zurück: Lufthansa-Flug LH400 musste über Irland zurückkehren. Bild: dpa

Knapp fünf Stunden Flugzeit von Frankfurt nach Mainhattan: Ein solches Schicksal ereilte zahlreiche Lufthansa-Kunden. Sie wären gerne woanders ausgestiegen.

          Die Frankfurter bezeichnen ihre Stadt gerne liebevoll als „Mainhattan“. Die 505 Passagiere des Lufthansa-Flugs LH400, der am Samstagvormittag um 11.32 Uhr die Mainmetropole in Richtung New York verließ, hätten vermutlich dennoch lieber das New Yorker Original erblickt, als sie die Maschine nach etwa viereinhalb Stunden Flugzeit wieder verließen. Stattdessen endete die Reise für die Passagiere dort, wo sie begann – am Frankfurter Flughafen. Die „Bild“-Zeitung berichtete zuerst darüber.

          Der Airbus A380 änderte knapp westlich von Irland plötzlich seinen Kurs und flog zurück in Richtung Frankfurt. Dabei drehte die Lufthansa-Maschine noch mehrere Warteschleifen, ehe sie gegen 16 Uhr wieder in Frankfurt landete. Grund für die geänderten Reisepläne waren Schnee und starke Winde in New York, teilte das deutsche Unternehmen auf Anfrage von FAZ.NET mit. Demnach konnte aufgrund der außergewöhnlichen Witterungsbedingungen an der amerikanischen Ostküste am Samstag die Abfertigung am Flughafen New York-JFK noch nicht wieder regulär erfolgen. Dies habe zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb geführt.

          Das Anfliegen anderer Flughäfen in den Vereinigten Staaten war auch keine Option: „Die in Frage kommenden, umliegenden Flughäfen von New York-JFK waren ebenfalls von den außergewöhnlichen Wetterbedingungen der vergangenen Tage betroffen“, so das Unternehmen gegenüber FAZ.NET. Die Lufthansa wurde „proaktiv“ darüber informiert, dass aufgrund des Wetters nur planmäßige Flüge abgefertigt würden. Notfälle seien eine Ausnahme, was bei Flug LH400 nicht zutraf.

          Mit dem Finger auf Google Maps: das war der Flug von Frankfurt nach Frankfurt.

          Auch Lufthansa-Flug LH410 von München nach New York musste über Manchester umkehren. Ein weiterer Flug von Berlin-Tegel nach New York wurde frühzeitig annulliert. „Die betroffenen Passagiere werden individuell auf die nächstmöglichen Flüge umgebucht“, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Zu den entstandenen Kosten machte die Lufthansa bislang keine Angaben.

          Eiskalte Aussichten für Reisende nach Nordamerika: Derzeit überzieht ein heftiger Wintersturm die Ostküste der Vereinigten Staaten. Die Kältewelle forderte seit dem 26. Dezember mindestens 20 Todesopfer. Zudem kam es zu mehreren Stromausfällen. An den Flughäfen in New York und Boston fielen zahlreiche Flüge aus. Für das Wochenende sehen die Meteorologen keine Änderung der Wetterlage.

          Seit einigen Tagen hält die Kältewelle die Ostküste der Vereinigten Staaten und New York im Griff. Durch Klicken in die Karte sieht man die Temperaturangaben. Eine zeitliche Vorschau zeigt das Video.

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