https://www.faz.net/-gqe-9iav2

Passagierzahlen von Ryanair : Lufthansa bleibt größte Fluggesellschaft Europas

  • Aktualisiert am

Flugzeuge der Airline Ryanair stehen auf dem Vorfeld des Flughafens Weeze. Bild: dpa

Ryanair hat seine Passagierzahlen für das Jahr 2018 vorgelegt – sie sind trotz der vielen Streiks überraschend gut. Um Lufthansa vom Thron zu stoßen, reicht es aber nicht.

          Der irische Billigflieger Ryanair muss die Rolle von Europas größter Fluggesellschaft für 2018 voraussichtlich erneut der Lufthansa überlassen. Im abgelaufenen Jahr steigerten die Iren die Zahl ihrer Passagiere trotz zahlreicher Streiks und Flugausfälle um acht Prozent auf 139,2 Millionen, wie sie am Donnerstag in Dublin mitteilten. Die Lufthansa kam samt ihren Tochterfirmen wie Eurowings schon in den ersten elf Monaten auf 132,4 Millionen Fluggäste. Selbst bei einem Nullwachstum im Dezember hätte sie 2018 die Marke von 141 Millionen Passagieren geknackt.

          Die Lufthansa will ihre Passagierzahlen für 2018 am 10. Januar veröffentlichen. Ryanair hatte die Lufthansa im Jahr 2016 bei der Zahl der Fluggäste erstmals vorübergehend vom Thron gestoßen. Ein Jahr später eroberte der Dax-Konzern die Spitze zurück.

          Am Aktienmarkt wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. So war Ryanair im Dezember ein stärkeres Fluggast-Plus gelungen als im Rest des Jahres. An der Londoner Börse gewann die Ryanair-Aktie am Morgen 0,71 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte sie auch im Zuge der vielen Flugausfälle und Streiks fast 29 Prozent an Wert verloren.

          So hatten Piloten und Flugbegleiter den irischen Billigflieger, der sich lange Zeit gegen Gewerkschaften gesperrt hatten, mit Streikwellen quer durch Europa überzogen. In der Folge fiel das Passagierwachstum geringer aus als vom Management erhofft. Positiv wirkte sich hingegen die Übernahme des österreichischen Ferienfliegers Laudamotion aus, der im Dezember rund 300.000 zu den 10,3 Millionen Passagieren des Konzerns beitrug. Ryanair hält seit Ende August die Mehrheit an der Nachfolge-Airline des früheren Air-Berlin-Tochterunternehmens Niki.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Großbritannien und Iran : Zwei Tanker und eine Retourkutsche

          Kritiker werfen der Regierung in London vor, sie sei vom Machtkampf um die Nachfolge Mays abgelenkt. Tut sie zu wenig für die Sicherheit der britischen Schiffe im Persischen Golf?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.