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Lufthansa-Beteiligung : Sun Express schließt deutschen Flugbetrieb

  • Aktualisiert am

Eine Maschine von Sun Express am Frankfurter Flughafen Bild: dpa

Nächster Nackenschlag für Flugbegleiter und Piloten: Der Ferienflieger Sun Express, an dem auch die Lufthansa beteiligt ist, stellt den deutschen Flugbetrieb ein. Betroffen sind 1200 Mitarbeiter.

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          Die Lufthansa-Beteiligung Sun Express schließt ihren deutschen Flugbetrieb mit rund 1200 Mitarbeitern. Die verbleibenden Flüge sollen von der türkischen Schwestergesellschaft, Eurowings und anderen Airlines abgewickelt werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte

          Sun Express ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa mit Turkish Airlines mit zwei getrennten Flugbetrieben. Die in Frankfurt beheimatete Sun Express Deutschland ist mit 20 Flugzeugen eine Gesellschaft der türkischen Sun Express, die insgesamt 69 Flieger betreibt.

          Der Flugbetrieb werde in Kürze eingestellt und ein geordneter Liquidationsprozess eingeleitet, hieß es in einer Mitteilung. In den kommenden Wochen sollten Lösungen in vertrauensvollen Gesprächen mit Mitarbeitern und Sozialpartnern erarbeitet werden. Die Marke werde auf Flüge aus der Region Deutschland, Österreich, Schweiz in die Türkei konzentriert. Weitere Ziele im Mittelmeerraum fallen damit vorerst weg.

          Von Corona hart getroffen

          Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Sun Express hart getroffen. Im Zeitraum zwischen dem 2. April und dem 31. Mai stand nahezu die gesamte Flotte am Boden. Seit dem 1. Juni hat Sun Express innertürkische und seit dem 10. Juni auch internationale Flüge in türkische Urlaubsregionen sukzessive wieder aufgenommen.

          Eine Einigung mit den Gewerkschaften über ein Krisenpaket zur Senkung der Personalkosten hat die Lufthansa indes noch nicht erzielt. Bei den bis zum frühen Morgen geführten Verhandlungen sei mit keiner Gewerkschaft eine Vereinbarung für ein „hinreichendes Krisenpaket“ abgeschlossen worden, teilte die Lufthansa am Dienstag mit. Lufthansa-Chef Carsten Spohr wollte mit der Vereinigung Cockpit (VC) für die Piloten, der Flugbegleitergewerkschaft UFO und Verdi ursprünglich bis zum gestrigen Montag ein Sparpaket aushandeln - und damit noch vor der entscheidenden Hauptversammlung am Donnerstag. Damit soll verhindert werden, dass die rechnerisch 22.000 überzähligen Vollzeitstellen gestrichen werden.

          Die bereits fortgeschrittenen Verhandlungen mit VC und UFO will die Lufthansa mit dem Ziel einer Vereinbarung noch vor der Hauptversammlung fortsetzen. Auf dem Aktionärstreffen am Donnerstag wird über das bis zu neun Milliarden Euro schwere Rettungspaket für die Lufthansa entschieden. Eine Zustimmung ist nach der Kritik von Großaktionär Heinz Hermann Thiele nicht sicher. Verdi hatte am Montag bereits mitgeteilt, erst nach der Hauptversammlung am Freitag weiterverhandeln zu wollen.

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