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Luftfahrt : Warnstreiks bei LTU - Krisenstimmung überall

  • Aktualisiert am

14 Flieger blieben erstmal am Boden. Das sorgte für Verspätungen Bild: ddp

Warnstreiks der Pilotengewerkschaft Cockpit haben am Dienstag bei der Air-Berlin-Tochter LTU zu leichten Flugverzögerungen geführt. Derweil mehren sich auch in der Luftfahrtbranche die Krisenanzeichen: Billigflieger melden schlechte Zahlen und die Lufthansa-Tochter City-Line baut jede fünfte Stelle ab.

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          Warnstreiks der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben am Dienstag bei der Air-Berlin-Tochter LTU zu leichten Flugverzögerungen geführt. Insgesamt seien 14 Maschinen des Ferienfliegers mit einer „moderaten Verspätung“ gestartet, sagte eine Air-Berlin-Sprecherin. Betroffen waren vor allem die Standorte in München und Düsseldorf. Es ist bereits der zweite Ausstand bei einer Air-Berlin-Tochter innerhalb weniger Tage.

          Die Piloten hatten von 5.30 Uhr bis 8 Uhr ihre Arbeit niedergelegt. Damit wollten sie die LTU-Geschäftsführung zu Verhandlungen über einen Sozialplan für jene Piloten zwingen, die ihren Einsatzort künftig nach Düsseldorf verlegen sollen. Die Fluggesellschaft will die ehemaligen LTU-Standorte in Hamburg, Stuttgart, Berlin, Wien und Frankfurt schließen und die Piloten zum Umzug an den Firmensitz in Düsseldorf bewegen. Dies würde Hotel- und Reisekosten sparen, begründete Air Berlin den Schritt.

          Das Unternehmen habe bislang mit der Gesamtpersonalvertretung von LTU über die Pläne verhandelt. Gespräche mit der Pilotengewerkschaft seien nicht vorgesehen, da es sich um eine betriebsinterne Regelung handle, sagte ein Air-Berlin-Sprecher.

          Auch in der Luftfahrt-Branche zeigt sich die Krise

          Derweil mehren sich in der Luftfahrt-Branche die Zeichen, dass wirtschaftlich schlechtere Zeiten anstehen. Die Deutsche Lufthansa streicht bei ihrer Regionaltochter City-Line jede fünfte Stelle. Die Zahl der Mitarbeiter im Kerngeschäft solle bis Ende 2010 gegenüber den Planzahlen für 2008 um 20 Prozent reduziert werden, bestätigte eine Lufthansa-Sprecherin am Dienstag einen Bericht der Mitarbeiterzeitung „Lufthanseat“.

          Bei der Tochter sind derzeit rund 2500 Menschen beschäftigt. Beim Abbau der Stellen solle auf betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit verzichtet werden. Einige Beschäftigte könnten auch auf andere Stellen im Lufthansa-Konzern wechseln. Mit den Einsparungen solle die Wirtschaftlichkeit der Regionaltochter erhalten werden.

          Schlechte Nachrichten gab es auch von den Billigfluglinien Easyjet und Ryanair. Der hohe Ölpreis und das schlechte Wirtschaftsumfeld haben Easyjet im vergangenen Geschäftsjahr stark zugesetzt. Trotz steigender Passagierzahlen sank der Vorsteuergewinn im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent auf 110,2 Millionen Pfund (131,3 Mio. Euro). Unterm Strich brach der Gewinn von 152,3 Millionen auf 83,2 Millionen Pfund ein. Wie das britische Unternehmen am Dienstag mitteilte, sei die Aussicht für das laufende Jahr ebenfalls „sehr schwierig“. Easyjet werde deshalb Kosten senken und sparen.

          Zuvor hatte auch schon Europas größter Billigflieger Ryanair einen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr verbuchen müssen. Auch bei British Airways hat sich der Rekordölpreis vom Sommer auf die Bilanz durchgeschlagen.

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