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Luftfahrt-Übernahme? : Ryanair bietet für Problemfluglinie Alitalia

  • Aktualisiert am

Ryanair geht es gut, Alitalia nicht. Bild: Reuters

Der Fluglinie Ryanair geht es gut, Alitalia kämpft ums Überleben - kommt nun eine Übernahme? Und dann hat Ryanair noch eine gute Nachricht für alle Kunden.

          Die Billigflug-Gesellschaft Ryanair hat eine Offerte für die angeschlagene italienische Fluglinie Alitalia abgegeben. Der irische Konzern habe ein unverbindliches Angebot eingereicht, sagte dessen Finanzchef Neil Sorahan an diesem Montag.

          Er könne nicht viel mehr sagen. Ryanair-Chef Michael O’Leary hatte im Juni erklärt, falls sich die Iren für eine Investition in Alitalia entschieden, würde Ryanair eine Mehrheit an der angeschlagenen Fluglinie anstreben.

          Niedrigere Preise

          Die Regierung in Rom hatte Mitte Mai den Startschuss für den Verkaufsprozess der unter Sonderverwaltung stehenden Airline gegeben. Die Frist für die Einreichung nicht bindender Offerten lief am Freitag ab. Nach Angaben eines Insiders sind etwa zehn Kaufangebote eingegangen.

          Passagiere von Ryanair können sich derweil wohl auf niedrigere Flugpreise freuen. Angesichts des harten Wettbewerbs werde der durchschnittliche Ticketpreis im noch laufenden ersten Halbjahr von Ryanairs Geschäftsjahr voraussichtlich um fünf Prozent und im zweiten Halbjahr um acht Prozent zurückgehen, sagte O'Leary während der Vorlage von Quartalszahlen. Von April bis Ende Juni war der Preis noch um ein Prozent gestiegen.

          Europas größter Billigflieger hat dank eines starken Sommergeschäfts und eines späten Termins des reisestarken Osterwochenendes ein glänzendes erstes Quartal hingelegt. In den ersten drei Monaten des bis Ende März 2018 laufenden Geschäftsjahres stieg der Gewinn um 55 Prozent auf 397 Millionen Euro - das sind gut 50 Millionen mehr, als Fachleute vorausgesagt hatten.

          Der Umsatz legte dank stark gestiegener Passagierzahlen um 13 Prozent auf 1,91 Milliarden Euro zu. Zudem bekräftigte der Air-Berlin- und Lufhansa-Konkurrent seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Demnach soll das Ergebnis auf 1,4 bis 1,45 (Vorjahr: 1,32) Milliarden Euro steigen.

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