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Luftfahrt : Kabinenpersonal von British Airways streikt

  • Aktualisiert am

Schon am Freitag demonstrierte das Kabinenpersonal in London Bild: AP

Schon wieder bleiben Flugzeuge der British Airways am Boden: Das Kabinenpersonal ist am Sonntag abermals in einen Streik getreten. Der Ausstand soll fünf Tage dauern. Betroffen waren auch Flüge von und nach München, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart.

          Das Kabinenpersonal von British Airways (BA) ist am Sonntag abermals in einen Streik getreten. Der Ausstand, der in die britischen Schulferien fällt, soll nach Angaben der Gewerkschaft Unite fünf Tage dauern. Ab Samstag kommender Woche ist ein weiterer fünftägiger Streik geplant. Er könnte auch Flüge zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika betreffen, die am 11. Juni beginnt. Nach Angaben von Unite kostete ein zwölftägiger Streik des Kabinenpersonals im März die BA bereits 84 Millionen Pfund (99 Millionen Euro).

          Laut BA können trotz des Streiks mehr als 70 Prozent der Langstreckenflüge vom Flughafen London-Heathrow wie geplant stattfinden, da mehr Kabinenpersonal als sonst sich entschlossen habe, trotz des Streiks zu arbeiten. Mehr als 55 Prozent der Kurzstreckenflüge können demnach wie geplant von Heathrow aus starten. „Gemeinsam sind wir zuversichtlich, dass wir jede weitere Aktion der Gewerkschaften durchfliegen werden“, heißt es von der Airline. BA hat etliche Passagiere auf Flüge von Partner-Airlines umgebucht.

          Nach Informationen der BA-Internetseite waren jedoch auch die Kurz- und Mittelstrecken betroffen, auch auf Routen von und nach München, Frankfurt, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart. Auf diesen Linien kann BA auf keine Partner-Airline umbuchen.

          Die Verhandlungen zwischen der Fluggesellschaft und der Gewerkschaft waren am Freitag gescheitert. Unite-Vertreter Derek Simpson warf BA-Chef Willie Walsh vor, eine Lösung bewusst blockiert zu haben, in dem er die Wiedereinführung vergünstigter Flugreisen für das Kabinenpersonal ablehnte. „Es würde die BA nichts kosten, diese Reisezugeständnisse wieder einzuführen, aber Willie Walsh ist bereit, den Streik weitergehen zu lassen“, sagte Simpson.

          Die BA hatte im Mai einen Rekord-Jahresverlust vor Steuern in Höhe von 531 Millionen Pfund bekanntgegeben. Walsh macht daher geltend, die Airline kämpfe um ihr Überleben. Die Fluggesellschaft sucht einen Weg aus der Krise, indem sie ihre Kosten reduziert. Außerdem ist die Fusion von British Airways mit der spanischen Fluggesellschaft Iberia vereinbart.

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