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Luftfahrt : Airbus verkauft fünf A380 nach China

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Vielleicht hebt der A380 im April zum ersten Mal ab Bild: AP

Aufatmen beim europäischen Flugzeughersteller: Die lang ersehnten Aufträge aus China sind endlich unterzeichnet. Airbus hofft somit, seinen Marktanteil ausbauen zu können und Konkurrent Boeing hinter sich zu lassen.

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          Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat die seit längerem erhofften Bestellungen aus China für die Großraummaschine A380 erhalten. China Southern Airlines hat fünf A380 bestellt, die nach Angaben von Airbus 2007 ausgeliefert werden sollen. Außerdem gab es weitere Bestellungen für 25 Maschinen aus der Familie der kleineren Modelle der A320-Familie.

          Die Aufträge sind in Peking in Anwesenheit des französischen Premierministers Jean-Pierre Raffarin unterzeichnet worden. Ein Teil davon war bereits beim Staatsbesuch von Bundeskanzler Schröder im vergangenen Dezember vereinbart worden.

          Rentabilität angezweifelt

          Airbus steht nach den Worten seines Vizepräsidenten Philippe Delmas in Verhandlungen über weitere Bestellungen aus China, vor allem für den A330 und den A350. Daher könnte es in den kommenden zwölf bis fünfzehn Monaten zu weiteren Aufträgen kommen, sagte er in Peking. Der europäische Flugzeughersteller wird in diesem Jahr 60 Maschinen ins Reich der Mitte liefern; das sind 15 Prozent der gesamten Airbus-Auslieferungen des Vorjahres.

          Der Marktanteil von Airbus erreiche damit 58 Prozent und sei höher als der von Boeing, sagte Delmas. Über die Höhe der vereinbarten Preise wurde nichts bekannt. Delmas sagte lediglich, daß Airbus in China Gewinne erziele. Konkurrent Boeing hatte kürzlich die Rentabilität des Großraumfliegers A380 in einer Studie angezweifelt, die schon 2002 beendet, aber erst jetzt veröffentlicht wurde.

          Bisher 144 feste Bestellungen

          Das Programm werde zwischen 2006 und 2025 einen Verlust von mehr als 8 Milliarden Dollar verursachen, ist eines der Ergebnisse. Die 2,9 Milliarden Dollar staatliche Beihilfe könne Airbus daher nicht zurückzahlen. Airbus hat die Studie „kategorisch“ zurückgewiesen. Sie fußt auf der Annahme, daß die Europäer in den kommenden zwanzig Jahren nur 496 Flugzeuge verkaufen. Airbus dagegen schätzt den Markt auf 1600 Maschinen und rechnet mindestens mit einem Marktanteil von 50 Prozent.

          Die Analysten der französischen Brokerfirma Oddo Securities indes erwarten Auslieferungen von 760 Maschinen in den kommenden 35 Jahren. Bei 315 verkauften Modellen erreiche das gesamte Programm die Gewinnzone, schätzen sie. Bisher liegen für den A380 144 feste Bestellungen vor. Die amerikanische Transportgesellschaft UPS hat zudem eine Order für weitere zehn Maschinen angekündigt. Der erste Testflug des A380, der ursprünglich Ende März stattfinden sollte, wird nach Angaben von Airbus nun „wahrscheinlich“ in der nächsten Woche erfolgen.

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