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Luftfahrt : Airbus: Tausende Arbeitsplätze in Gefahr

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Airbus-Betriebsrat fürchtet um Arbeitsplätze Bild: ddp

An den Airbus-Standorten in Deutschland sind nach Befürchtungen von Arbeitnehmervertretern 5000 bis 8000 Arbeitsplätze bedroht. Welche der sieben Werke in welchem Umfang betroffen sein werden, bleibt aber unklar.

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          An den Airbus-Standorten in Deutschland sind nach Befürchtungen von Arbeitnehmervertretern 5000 bis 8000 Arbeitsplätze bedroht. Welche der sieben Werke in welchem Umfang durch das Sparprogramm „Power 8“ betroffen sein werden, konnte der Betriebsratschef des Hamburger Werks, Horst Niehus, am Montagabend aber nicht sagen.

          Wegen des befürchteten Arbeitsplatzverlustes hat die IG Metall Küste die Arbeitnehmer für diesen Freitag zu Kundgebungen an vier Standorten aufgerufen. An den Standorten in Hamburg, Varel, Bremen und Laupheim werden mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet, auch aus Zulieferbetrieben. Der Flugzeughersteller hat in Deutschland rund 23.000 eigene Mitarbeiter sowie rund 6300 Zeitarbeitskräfte.

          Spekulationen über Werksverkäufe

          Airbus will bis 2010 insgesamt fünf Milliarden Euro einsparen, ab 2010 sollen es dann jährlich zwei Milliarden Euro sein. Details des Einsparprogrammes sind bislang nicht bekannt geworden. Airbus-Chef Louis Gallois, der zugleich Co-Chef beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ist, will am 20. Februar Einzelheiten vorstellen.

          Gallois zufolge sollen die Kosten gesenkt, die Strukturen schlanker und die Zusagen an die Kunden verlässlicher werden. Die Zeitung „Handelsblatt“ hatte unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, die Werke in Varel und Nordenham in Niedersachsen stünden zur Disposition. Es wird heftig darüber spekuliert, ob es in Deutschland zu Werksverkäufen kommen wird, Produktion zwischen den europäischen Standorten verlagert wird oder mehr Aufgaben an Fremdfirmen vergeben werden.

          Nach Informationen des Betriebsrates in Hamburg ist der Abzug der dortigen Endmontagelinie des A380 für die Innenausstattung geplant, berichtete die „Financial Times Deutschland“. Auch die A320-Ausstattung soll demnach abgezogen werden. Für den neuen A350 soll es in Hamburg keine Rumpfmontage geben. Andere Standorte könnten die Flügelausrüstung verlieren.

          Airbus steckt seit Monaten in der Krise. Dem Mutterkonzern EADS hat Airbus die Bilanz für 2006 verhagelt: Wegen Lieferverzögerungen des Großraumflugzeugs A380 wird EADS das vergangene Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem Verlust abschließen. Einzelheiten will der Konzern Anfang März bekannt geben.

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