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Lockdown in Shanghai : Tesla liefert deutlich weniger Fahrzeuge aus

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Neufahrzeuge auf einem Parkplatz vor einem Tesla-Showroom in Kalifornien Bild: AFP

Die Erwartungen waren schon zurückgeschraubt worden, da das Werk in Shanghai zeitweise nicht produzieren durfte. Nun ist es amtlich: Teslas Auslieferungsserie ist gerissen – und in Deutschland gibt es einen Rückruf.

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          Der weltgrößte Elektroautobauer Tesla bekommt den Corona-Lockdown in China zu spüren. Von April bis Juni lieferte das US-Unternehmen nach eigenen Angaben knapp 18 Prozent weniger Fahrzeuge aus als im ersten Quartal. Tesla übergab 254.695 Autos an seine Kunden nach 310.048 im vorausgegangenen Dreimonatszeitraum. Damit endete eine knapp zwei Jahre andauerende Serie von Quartalen mit Rekordauslieferungen.

          Analysten hatten ursprünglich mit der Auslieferung von 295.078 Fahrzeugen gerechnet. Wegen des Lockdowns in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai senkten jedoch einige Fachleute ihre Prognose auf rund 250.000 Autos. Tesla musste die Produktion dort wochenlang stoppen. Die sogenannte Gigafactory in Shanghai ist das größte Werk von Tesla. Das Werk bedient nicht nur den chinesischen Markt, sondern exportiert auch viele Fahrzeuge nach Europa und Japan.

          Im Berichtsquartal produzierte Tesla 258.580 Fahrzeuge. Die Produktion in diesem Juni sei die höchste in der Geschichte des Unternehmens gewesen, teilte Tesla weiter mir. Die Bilanz für den Zeitraum April bis Juni will das Unternehmen am 20. Juli der Öffentlichkeit präsentieren.

          Tesla

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          Ende Juni hatte Tesla bekannt gegeben, aus Sorge über eine Abschwächung der weltweiten Wirtschaftsentwicklung Tausende Stellen in der Produktion streichen zu wollen. Es geht um zehn Prozent der lohnabhängig Beschäftigten, was 3,5 Prozent der Gesamtbelegschaft entspricht. Ende 2021 beschäftigte der US-Konzern weltweit rund 100.000 Mitarbeiter, somit wären es mehr als 3000 Betroffene.

          Rückruf in Deutschland

          Wie das Kraftfahrtbundesamt (KBA) auf seiner Internetseite veröffentlichte, muss Tesla derweil bei 59.129 Fahrzeugen der Modelle 3 und Y weltweit einen Softwarefehler beheben, der zum Ausfall des E-Call-Systems führt. Als Abhilfemaßnahme gilt eine Softwareaktualisierung des Herstellers. Betroffen sind die Autos des Baujahres 2022. Das Kraftfahrtbundesamt kann einen Rückruf nur in Deutschland anordnen.

          Die deutsche Behörde hatte eine Störung im Notrufsystem der Autos festgestellt. Bei einem schweren Unfall sollte automatisch der Notruf 911 in den USA oder die entsprechende Notrufnummer in anderen Ländern angerufen werden.

          Tesla musste in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Monaten etliche Rückrufe einleiten. Bei den meisten ging es um Software-Probleme, die über Updates behoben werden können. So kam es zu Fehlern beim Abtauen der Windschutzscheibe. Es drohte ein Ausfall des Warnsignals beim Fahren ohne Sicherheitsgurt, und auch beim Bremsen war auf die Software kein Verlass.

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