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Auszeit : Linux-Erfinder will seine Wutausbrüche in den Griff kriegen

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Es sei für ihn schon sein Leben lang schwierig, Emotionen anderer zu deuten, sagt Linus Torvalds. Bild: Getty

Linus Torvalds nimmt eine Auszeit. Es sei für ihn schon sein Leben lang schwierig, Emotionen anderer zu deuten, schreibt er – und möchte das ändern.

          Linus Torvalds, der für seinen schroffen Umgangston berüchtigte Erfinder des freien Betriebssystems Linux, nimmt eine Auszeit, um an sich und seinem Charakter zu arbeiten. Er sehe ein, dass seine leichtfertigen Attacken in E-Mails unprofessionell gewesen seien, „besonders wenn ich es habe persönlich werden lassen“, schrieb Torvalds in den Notizen zur aktuellen Linux-Version. Er entschuldige sich bei allen, die sein Verhalten verletzt habe – und möglicherweise auch von der Arbeit an Linux abgeschreckt.

          Torvalds ist seit den neunziger Jahren der führende Entwickler des Linux Kernel, der Basis des offenen Betriebssystems. Der Linux Kernel liegt unter anderem auch dem von Google entwickelten und auf der Welt führenden mobilen Betriebssystem Android zugrunde. Linux ist außerdem das führende Betriebssystem von vernetzten Computern im Internet (Server). Auf klassischen PCs spielt Linux dagegen eine geringe Rolle.

          Torvalds betonte, seine Attacken erschienen ihm im Tagesgeschäft angemessen angesichts des Ziels, neue Linux-Versionen fertig zu bekommen. Es sei für ihn schon sein Leben lang schwierig, Emotionen anderer zu deuten. Jetzt erkenne er aber, dass sich in der Gemeinschaft der Linux-Entwickler viel Unzufriedenheit über sein Verhalten angesammelt habe.

          Um Missverständnisse zu vermeiden, teilte er zugleich mit, dass er nicht müde oder durch seine Arbeit überlastet sei. „Das hier ist nicht eine Form von „Ich bin ausgebrannt, I muss einfach weggehen“-Pause.“ Er fühle sich nicht danach, aufzuhören, an Linux zu arbeiten. „Das Gegenteil ist der Fall.“

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