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Gorillas, Flink & Co : Markt für Millionen

Kaum zu übersehen: Flink-Werbung an einer Plakatwand Bild: Reuters

Nur sieben Monate hat der Online-Supermarkt Flink gebraucht, um zwei Milliarden Dollar wert zu sein. Investoren sollten sich fragen, ob ihr Geld in diesem Markt gut angelegt ist.

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          Die Euphorie am Liefermarkt macht Start-ups in weniger als einem Jahr zu Milliardenunternehmen: Der Online-Supermarkt Flink startete im Februar und soll nun nach Auffassung seiner Investoren 2,1 Milliarden Dollar wert sein.

          Das ist eine gute Nachricht für den Gründerstandort Deutschland, denn Flink ist nur eines von inzwischen zahlreichen erfolgreichen Start-ups aus Deutschland, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Doch die Milliarden, die Investoren in Unternehmen wie Flink sehen, haben mit guten Arbeitsplätzen, solider Wertschöpfung und Wohlstand erst mal wenig zu tun.

          Das zeigt sich an Flinks direktem Konkurrenten Gorillas, der wegen der Arbeitsbedingungen seiner Kuriere schon länger in der Kritik steht. Auch mit profitablem Wirtschaften haben sie nichts zu tun, denn alle Investitionen in Lieferdienste dienen im Moment nur dazu, Märkte zu erobern – sie sind eine Wette auf die Zukunft.

          Man hofft, dass am Ende das eigene Start-up das Rennen macht, während die Konkurrenz pleitegeht. Dazu wird es unweigerlich irgendwann kommen. Insofern müssen auch Investoren sich fragen, ob ihre Millionen gut angelegt sind. Denn wo am Anfang die Begeisterung mancherorts groß war, sind es am Ende auch die Verluste.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

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