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Kaum Umsatz : Lidls fair gehandelte Banane floppt

Lidl scheitert mit dem Versuch, in seinen Läden nur noch Fairtrade-Bananen anzubieten. Bild: obs

Lidl ist mit dem Versuch gescheitert, die Konsumenten von der Fairtrade-Banane zu überzeugen: „Der Kunde kauft anders ein, als er redet“. Vom Sommer an gibt es wieder Bananen zum Einstiegspreis.

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          Der Discounter Lidl hat seine Pläne aufgegeben, nur noch fair gehandelte Bananen zu verkaufen. Das bestätigte Lidl am Freitagabend. Es sei nicht gelungen, die Kunden vom Produkt zu überzeugen.

          Stefanie Diemand

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Erst im Herbst vergangenen Jahres hatte der Discounter ankündigt, als erster Einzelhändler in Deutschland nur noch fair produzierte Bananen zu verkaufen. Die Ziele waren groß: Lidl sollte der nachhaltigste Discounter in Deutschland werden. Dafür erntete der Discounter sogar Lob vom Bundesentwicklungsminister Müller auf der „Grünen Woche“ in Berlin.

          Damit soll nun Schluss sein: Schon am Montag kommentierte Klaus Gehrig, Chef der Schwarz-Gruppe, auf einer Pressekonferenz die Sortimentsumstellung im vergangenen Jahr: „Der Kunde kauft anders ein, als er redet“, sagte Gehrig. Mit der fairen Banane würde Lidl kaum Gewinne machen. Rund 90-Prozent des Umsatzes würde noch immer über die konventionelle Frucht erwirtschaftet.

          Kurz vor Ostern senkte Lidl seinen Preis für die fair gehandelten Bananen von 1,69 Euro auf 0,89 Euro. Auf Anfrage der F.A.Z. sagte der Konzern damals noch, dass er den „Kunden mit Hilfe von Preisaktionen eine Brücke“ bauen wolle, um „ihnen die Entscheidung für Fairtrade-Bananen zu erleichtern.“ Diese Brücke scheint nun abgebrochen.

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