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Lidl und Kaufland : Wandel für Wachstum

Für den Discounter gibt es kaum noch weiße Flecken auf der Karte: Ein Lidl-Markt in Wien. Bild: Reuters

Mehr Auswahl, mehr Transparenz, alles schneller, alles näher: Die Kunden machen Druck – und Lidl und Kaufland reagieren. Die Schwarz-Gruppe dahinter will zugleich eine magische Umsatzmarke knacken.

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          Eier aus Bio-Haltung? Fleisch mit Haltungskompass? Obst und Gemüse ohne Plastik drumherum? Vegane Würstchen, glutenfreies Müsli, Joghurt mit weniger Zucker und Chips mit wenig Salz? Verbraucher greifen gern zu, realisieren aber kaum, wie sehr sich der Handel verändert – für einen Discounter indes ist der Wandel gewaltig. „Der Druck sich zu verändern ist größer denn je“, sagt Klaus Gehrig im Gespräch mit der F.A.Z. Gehrig ist Chef der Schwarz-Gruppe, zu der die Discount-Kette Lidl und der Großflächen-Händler Kaufland gehören. Das Unternehmen aus dem schwäbischen Neckarsulm ist einer der größten Einzelhändler der Welt.

          „Wir müssen schneller sein“

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          „Wir brauchen mehr Sortimente als in der Vergangenheit“, sagt Gehrig: „Aldi hat es uns vorgemacht.“ Mit dieser Bemerkung über die Konkurrenz hat er klargestellt, woran man sich in Neckarsulm misst. Aldi, anno dazumal der Vorreiter des Discounters in Europa, hat sich von der Modernisierungswelle bei Lidl in den vergangenen Jahren herausfordern lassen und ist seinerseits in die Offensive gegangen. Jetzt seien die Sortimente auf vergleichbarer Fläche auch etwa gleich umfangreich, ist die Beobachtung von Gehrig.

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