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Neuer Chef für den Discounter : Kenneth McGrath übernimmt die Führung bei Lidl

Einkaufswagen vor einer Lidl-Filiale in Stuttgart Bild: dpa

Die Neuordnung der Schwarz-Gruppe nimmt Gestalt an. Jetzt wird der künftige Chef für Lidl präsentiert: Es ist ein Mann mit Amerika-Erfahrung – und ein alter Bekannter.

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          Die Schwarz-Gruppe, mit Lidl und Kaufland der viertgrößte Lebensmittelhändler der Welt, regelt binnen weniger Tage die zweitwichtigste Personalie im Konzern. Jetzt steht fest, wer dem künftigen Konzern-Chef Gerd Chrzanowski als Vorstandsvorsitzender von Lidl nachfolgen soll: Es ist Kenneth McGrath. Der 46 Jahre alte Ire ist für die Handelsgruppe kein Unbekannter. Er war von 2009 an zuerst Chef des Irland-Geschäfts von Lidl und kümmerte sich ab 2013 um den Markteintritt von Lidl in den Vereinigten Staaten.

          Susanne Preuß
          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          2015 verließ er die Schwarz-Gruppe, wechselte zuerst zum Digitalunternehmen Digicel und wurde dann vor vier Jahren Chef des amerikanischen Discounters Save-A-Lot. „Ich freue mich sehr, dass wir mit Kenneth McGrath einen internationalen Handelsexperten und Manager mit langjähriger Erfahrung zurückgewinnen konnten, der schon zu unserem Erfolg beigetragen hat“, wird Chrzanowski in einer Mitteilung der Schwarz-Gruppe zitiert.

          Die Übergänge sowohl an der Spitze des Konzerns mit zuletzt 125 Milliarden Euro Umsatz wie auch an der Spitze von Lidl gestaltet Schwarz fließend. McGrath soll zum 1. Oktober zuerst als Stellvertretender Vorstandschef der Lidl Stiftung & CO KG starten. Wann genau er dann Lidl-Chef wird, steht nicht konkret in der Mitteilung von Schwarz. Dort ist lediglich die Rede davon, dass McGrath „zukünftig“ das internationale Geschäft des Handelsunternehmens verantworten wird.

          Kenneth McGrath wird der neue Vorstandsvorsitzende von Lidl.
          Kenneth McGrath wird der neue Vorstandsvorsitzende von Lidl. : Bild: Schwarz-Gruppe

          Wie lange die Übergangszeit dauert, hängt vor allem davon ab, wie schnell Dieter Schwarz die Machtverhältnisse in dem Stiftungskonzern mit 500.000 Mitarbeitern neu regeln kann. Der bald 82 Jahre alte Patriarch will dafür sorgen, dass die Macht nicht beim Komplementär allein liegt, wie es im Fall des langjährigen Konzernchefs Klaus Gehrig war, sondern dass auch die übrigen Gesellschafter der Schwarz Unternehmenstreuhand (SUT) ein klar geregeltes Mitspracherecht bekommen. Die SUT übernimmt in dem Stiftungsunternehmen die Rolle des Unternehmers, der in Strategiefragen entscheidet.

          Nachdem die langjährigen Weggefährten Schwarz und Gehrig sich vor zwei Wochen im Streit getrennt haben, hat zunächst Dieter Schwarz selbst die Rolle des Komplementärs übernommen. Wie am Unternehmenssitz in Neckarsulm zu hören ist, will er diesen Posten aber noch in diesem Jahr an Gerd Chrzanowski übergeben. Im Zuge dieses Wechsels dürfte dann McGrath allein an die Lidl-Spitze rücken.

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