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„Letzte Hürden genommen“ : Massekredit für Quelle unter Dach und Fach

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Quelle - jetzt doch gerettet? Bild: dpa

Erst schien Quelle gerettet, dann wieder nicht, und jetzt doch noch: Der Massekredit über 50 Millionen Euro und die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs für das insolvente Versandhaus Quelle sind unter Dach und Fach. Die Verzögerung der Geldspritze hatte die Lage des Versandkonzerns zuvor dramatisch verschärft.

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          Erst schien Quelle gerettet, dann wieder nicht, und jetzt doch noch: Der Massekredit über 50 Millionen Euro und die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs für das insolvente Versandhaus Quelle sind nach Unternehmensangaben unter Dach und Fach. Die Verträge seien unterzeichnet, teilte das Unternehmen am Freitag in Fürth mit. Der Kredit habe „die letzten formalen und juristischen Hürden genommen“, hieß es in einer Pressemitteilung. Zwischen den beteiligten Banken und der Quelle GmbH habe es ebenfalls eine Einigung über den Wiederanlauf des Factoring-Programms gegeben.

          Der Schritt sichere dem Unternehmen eine Grundfinanzierung des Geschäftsbetriebs. „Quelle verfügt jetzt über die notwendige Liquidität, um die Geschäfte zu stabilisieren und fortzuführen“, hieß es. In den kommenden Wochen soll den Angaben zufolge ein Sanierungskonzept erarbeitet werden.

          Verzögerung hatte Lage für Quelle verschärft

          Die Verzögerung der Geldspritze hatte die Lage des Versandkonzerns zuvor verschärft. Grund für die Verzögerung war, dass der 700 Seiten umfassende Vertrag für den Notkredit erst am Dienstagabend unterzeichnet wurde. Fachleute wunderten sich, dass sich das Verfahren trotz der Komplexität so lange hinzog. Am Montag vergangener Woche war der millionenschwere Massekredit im Berliner Bürgschaftsausschuss bereits abgesegnet worden. Ihn stellen die staatlichen Förderbanken KfW (Bund), die LfA (Bayern) sowie SAB (Sachsen) der Valovisbank als Finanzierer von Quelle zur Verfügung.

          Quelle-Chef Konrad Hilbers hatte am Dienstag von einer existenzbedrohenden Lage gesprochen. Das Unternehmen berichtet über einen Bestellrückgang von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damals war jedoch der Katalog für die Herbst/Winter-Saison 2008 rechtzeitig vor Beginn der Schulferien ausgeliefert worden. Für das Unternehmen zählt jeder Tag, nachdem vor vier Wochen Insolvenzantrag gestellt worden war. Es hat keinen Zugriff auf Bargeld, da die Konten bei Valovis seit dem Insolvenzantrag geschlossen sind.

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